Bürgerinitiative Zwangsbejagung ade

Fälle von Grundstückseigentümern

"Keine Jagd auf meinem Grundstück!"

Sieg vor dem Europäischen Gerichtshof Er war der erste Deutsche, der gegen die Jagd auf seinem Grundstück vor der dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte klagte - und gewann: Auf den beiden Waldgrundstücken von Rechtsanwalt Günter Herrmann aus Stutensee in Baden-Württemberg darf seit dem 26.6.2012 nicht mehr gejagt werden.

Baden-Wü.: Flächen eines Bio-Landwirts jagdfrei In Baden-Württemberg wurde das Grundstück eines Bio-Landwirts im Landkreis Konstanz vorläufig befriedet. Die Behörde für die Flächen am 6.3.2013 einen vorläufigen Bescheid erteilt, also noch vor Inkrafttreten der Jagdgesetzänderung (der neue § 6a Bundesjagdgesetz trat am 6.12.2013 in Kraft). Der Bio-Landwirt möchte auf seinen Flächen die ihm anvertraute Natur pflegen und das Leben von Pflanzen und Wildtieren schützen. Das Verwaltungsverfahren über endgültige jagdrechtliche Befriedung der Grundstücke läuft noch.

Baden-Württemberg: Grundstück in Asch jagdfrei Ein 0,7 Hektar großes Grundstück in Asch im Alb-Donau-Kreis (Baden-Württemberg) ist jetzt offiziell jagdfrei. Unter Berufung auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012 hatten die Grundstückseigentümer Eveline Jedynak und Ralf Rieks bei der zuständigen Unteren Jagdbehörde den Antrag auf "Befreiung vom Zwang der Mitgliedschaft in einer Jagdgenossenschaft aus Gewissensgründen" gestellt. "Wir wollen nicht, dass auf unserem Grundstück ein Tier zu Schaden kommt"

Baden-Wü.: Grundstück bei Calw vorläufig befriedet In Baden-Württemberg hat das Landratsamt Calw 2013 einem Grundstückseigentümer vorläufig den Austritt aus der Jagdgenossenschaft gestattet.

Baden-Wü.: Grundstück in Markdorf jagdfrei Das SWR-Fernsehen berichtet in der Landesschau am 7.5.2014 von einem Grundeigentümer aus Markdorf im Bodenseekreis, der die Jagd auf seinen Flächen verbieten will. Rudolf Moser musste erleben, wie Jäger auf seiner Obstwiese, auf der er ein Biotop angelegt hat, eine Treibjagd veranstalteten, So etwas will der Rentner nicht wieder erleben müssen: Er hat einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung seines Grundstücks gestellt und beruft sich auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte von 2012.

Bayern: Grundstücke in Frankenbrunn jagdfrei! Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) hat mit Beschluss vom 30.01.2013, der unanfechtbar ist, in einem Eilverfahren entschieden, dass auf dem Grundstück eines ethischen Jagdgegners ab dem 1. April 2013 vorläufig nicht mehr gejagt werden darf. Mit diesem Beschluss, den der Bayerische Verwaltungsgerichtshof ausführlich begründete, hat der erkennende Senat Rechtsgeschichte geschrieben. Zum ersten Mal seit Bestehen des Bundesjagdgesetzes gelingt es einem ethischen Jagdgegner, sein der generellen Jagdpflicht unterliegendes Grundstück gegen den Willen der Behörden jagdfrei zu stellen.

Bayern: Grundstücke in Güntersleben jagdfrei! Ursula Becker aus Unterfranken hatte schon am 6.3.2007 für ihr Grundstück in Güntersleben den Antrag auf Austritt aus der Jagdgenossenschaft gestellt. Sie hatte das Grundstück gekauft, um ein Biotop zu schaffen, ein Rückzugsgebiet für Tiere. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) hat mit Beschluss vom 30.1.2013, entschieden, dass auf dem Grundstück vvon Ursula Becker im unterfränkischen Güntersleben vorläufig nicht mehr gejagt werden darf.

Bayern: Grundstück Ostheimer Ölberg jagdfrei! Günter Scheuring kann es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren, wenn auf seinem Grundstück am Ostheimer Ölberg in den Hassbergen / Nordbayern gejagt wird. Seit September 2013 ruht die Jagd auf der Streuobstwiese.

Bayern: Grundstücke Landkreis Kitzingen jagdfrei Nach dem entscheidenden Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs vom 30.1.2013 schloss sich das Bayerische Verwaltungsgericht Würzburg der neuen Rechtssprechung an: Am 5.03.2013 wurde in einem Eilverfahren entschieden, dass auf den Grundstücken von Stefan Körber in Dettelbach und Mainsondheim vorläufig nicht auf Wildtiere geschossen werden darf, bis die Neureglung des Bundesjagdgesetzes in Kraft tritt. (VG Würzburg, Beschluss v. 05.03.2013 - W 5 E 13.138)

Bayern: Grundstücke eines Landwirts jagdfrei Nach dem entscheidenden Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs vom 30.1.2013 schloss sich das Verwaltungsgericht Regensburg der neuen Rechtssprechung an und stellte am 18.4.2013 ganze 47 Grundstücke eines Landwirts im Eilverfahren vorläufig jagdfrei. (VG Regensburg, Beschluss v. 18.4.2013, Az.: RN 4 E 13.310) Mit Bescheid vom 19.8.2014 hat das Landratsamt Passau die Grundstücke endgültig jagdfrei gestellt.

Bayern: Vier Waldgrundstücke jagdfrei Seit Beginn des Jagdjahres 2014/15 am 1.4.2014 sind die vier Waldgrundstücke von Familie Vilsmaier in Niederbayern offiziell jagdfrei. "Das ging ohne Probleme, die Kosten hierfür waren nur 150 Euro", berichtet Fred Vilsmaier.

Bayern: Wiesengrundstück in Landshut jagdfrei Irmgard Bauderer freut sich, dass ihr ca. 10.000 Quadratmeter großes Wiesengrundstück im Landkreis Landshut nun offiziell jagdfrei ist, nachdem es vorher durch richterlichen Beschluss schon vorübergehend befriedet war.

Bayern: Grundstück im Rottal jagdfrei Ein Grundstück mit Obstwiesen, Hecken und Weiher im Rottal in Niederbayern ist ab 1.4.2016 jagdfrei. "Unsere Obstwiesen, Hecken und der Weiher bieten Unterschlupf für Bodenbrüter, Igel, Fasane, Frösche, Libellen, Fledermäuse, Tauben, Goldammer, Bachstelze, Kiebitz und Enten", berichtet Silke Schüder. Silke Schüder und Stefan Hargasser können es nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren, wenn Tiere, die auf ihren Wiesen und an ihrem Weiher Unterschlupf finden, durch Jäger getötet werden.

Bayern: Weitere Grundstücke in Rottal-Inn jagdfrei Das etwa 5 Hektar große Grundstück von Raphaela Maier in Dobl bei Neukirchen (Niederbayern, Landkreis Rottal-Inn) ist seit 1.4.2016 offiziell jagdfrei. Auch Das Grundstück von Tierarzt Peter Zimmer - rund viereinhalb Hektar Wald und Wiesen bei Tann im niederbayerischen Landkreis Rottal Inn - ist inzwischen offiziell jagdfrei. "Wir leben vegan, und das würde gegen unsere Ansichten gehen. Das Hauptargument ist, dass jedes Tier ein Recht hat, da zu sein. Und wenn dann gejagt wird, haben die Tiere Angst, werden verscheucht", so der Tierarzt. Rund 20 Anträge auf jagdrechtliche Befriedung sind im Landkreis Rottal-Inn bisher gestellt worden.

Bayern: Weitere jagdfreie Grundstücke Nach dem entscheidenden Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs vom 30.1.2013 schlossen sich das Verwaltungsgericht Regensburg und das Verwaltungsgericht Würzburg der neuen Rechtssprechung an: Auf dem Grundstücken von Stefan Körber in Dettelbach und Mainsondheim, den Grundtsücken einer ethischen Jagdgegnerin aus Landshut und ganzen 47 Grundstücken eines Landwirts darf vorläufig nicht mehr gejagt werden.

Bayern: Antrag im Landkreis Lindau Petra und Jürgen Kraft sind Eigentümer eines Grundstücks im bayerischen Allgäu (im Landkreis Lindau). Im November 2015 stellten sie einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung: „Ich bin seit über 25 Vegetarier und seit 5 Jahren ernähren meine Frau und ich uns fast ausschließlich vegan“, schreibt Jürgen Kraft als Begründung des Antrags.

Bayern: Klage vor VG Regensburg Am 28.5.2009 wurde eine Klage gegen die Zwangsbejagung beim Verwaltungsgericht Regensburg eingereicht. Die Klägerin hat bereits sechs Katzen durch Jäger verloren - diese wurden zum Teil auf ihrem eigenen Grundstück (!) von Jägern erschossen.

Bayern: Verfassungsbeschwerde Eigenjagdbesitzer Die Besitzer eines Eigenjagdreviers wollen die Jagd auf ihrem Grund und Boden ruhen lassen. Sie halten es mit ihrem Gewissen für nicht vereinbar, Tiere zu töten oder die Tötung durch Jäger in Auftrag zu geben. Nachdem der Antrag auf Ruhen der Jagd im Jahr 2006 von der zuständigen Behörde abgelehnt wurde, klagten die Grundstücksbesitzer durch alle Instanzen. Im August 2010 legten sie Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht ein. Der Jagdzwang auf dem eigenen Grundstücksflächen entgegen dem Gewissen des Eigentümers sei ein Verstoß gegen unveräußerliche Grundrechte: Denn das Grundgesetz garantiert in Artikel 4 die Gewissens- und Glaubensfreiheit.