Absichtserklärungen von Grundstückseigentümern

Absichtserklärung von Grundstückseigentümern

Ich bin ein unfreiwilliges Mitglied in einer Jagdgenossenschaft und muss die Tötung von Tieren durch Jäger sowie jagdliche Einrichtungen auf meinem Grundstück dulden. Auch ich werde auf Austritt aus der Jagdgenossenschaft klagen, sobald der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte feststellt, dass die zwangsweise Eingliederung in Jagdgenossenschaften gegen die Menschenrechte verstößt.

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Astrid Krämer, Selbstständig, Dipl.-Übersetzerin, Bersenbrück
Seit 1999 führe ich den Prozess gegen die Zwangsbejagung meiner landwirtschaftlichen Flächen.
Ich war die erste deutsche Klägerin. In einer angeblichen Demokratie, die auf Eigentum so großen Wert legt, darf ich meinen Besitz nicht nach eigenen Wünschen nutzen? Ich muss einer bewaffneten Minderheit, deren Tun ich für unmoralisch, ethisch unvertretbar und verabscheuungswürdig halte, Zutritt gewähren, damit sie auf MEINEM Boden Tiere quälen und töten? Meine Pferde beunruhigen und verletzen, evtl. sogar AUF MEINEM BODEN MEINE EIGENEN HAUSTIERE TÖTEN ? Und wenn ich 200 Jahre alt werden müsste: Ich werde alles daran setzen, dass das aufhört. Genau wie alle anderen Missstände in der Jagsausübung. Und irgendwann wird sich die Jagd selbst abschaffen. Sie schaffen sich ihre Feinde selbst. Als Jagdgegner wird man nicht geboren, sondern dazu gemacht.


Inka Sickert, Kauffrau, Dorsten (NRW)
Begründung: Als Tierfreundin "mit Leib und Seele" kann ich mich damit nicht arrangieren, dass auf meinem eigenem Grundstück und unmittelbar angrenzend die Jägerschaft Tierleben beendet - darüber hinaus auch noch Tiere, die zu unserer Familie gehören bzw. gehört haben. Und das ist dann auch noch LEGAL!!!


Hilka Ellenberger, Dipl.-Biol., Xanten
Begründung: Den schon vielfach genannten ethischen Gründen schließe vollständig ich mich an. Hinzu kommt: Ich will nicht, dass lallende (offenbar alkoholisierte) ältere Männer neben mir auf meinem Grundstück rumballern, überall ihren Müll (Schnapsfläschen, Schrothülsen, Kadaver) hinterlassen, mich zuparken und und und... Einfach widerlich.


Bernd Klotz, Oberamtsrat i.R., Peine
Begründung: Ich bin ganz einfach Gegner der Jagd, und ich möchte es erreichen, dass auf meinen drei Parzellen mit zusammen wohl nur 0,75 ha keine Tiere mehr getötet werden.


Heike Bednarski, Erzieherin, Kalletal
Begründung: Menschen die Tiere jagen/töten sind krank. So etwas fördere ich nicht bzw. klage es an, um unseren Lebensraum zu schützen.
Tiere sind unsere Freunde, gleichberechtigt an Lebensqualität, und selbstverständlich sollen sie leben!!


Hortense Leimeister, Selbstständig, Ingolstadt
Begründung: Wir müssen es erdulden, dass der angestammte Jäger auf unserem Aussenbezirksgrundstück (Streuobstwiese!) unsere eigenen Fichtenbäume radikal kürzt, weil sie ihm die Sicht vom Jägerstand auf unser Grundstück versperren. Daraufhin angesprochen, war natürlich er nicht schuld. Auf meine Frage, ob es bei uns im Revier Füchse gibt, antwortete er: "Nein, nein, die mach ich alle sofort tot." Auf meine Frage: "Warum?", begann er rumzustottern und endlich kam zögernd: "Na, wegen dem Fuchsbandwurm!"
Jagd ist Mord! Jagd ist peinlich! Jedesmal, wenn ich an einem so christlichen Kreuz, aufgestellt in der Nähe unseres Grundstückes, von der Jagdgenossenschaft, vorbeikomme, kann ich nur den Kopf schütteln.


Manuela Kaufmann, Außenhandelskauffrau
Begründung: Ich bin gegen eine Zwangsmitgliedschaft in der Jagdgenossenschaft. Unsere Weidefläche befindet sich angrenzend am Wohn- und Stallgebäude und leider 250 m parallel zur Kanzel des Jägers. Hier können unsere Tiere, Gebäude oder gar Personen in Schussrichtung geraten. Ich kann auch nicht vertreten, dass Tiere in Anwesenheit von Kindern oder anderen Haustieren auf unserem Grundstück getötet werden.


Wolfgang Spitzlay, Angestellter, Mainhardt
Begründung: Als Tier- und Naturfreund, Aiderbichler sowie als Initiator eines im Aufbau befindlichen kleinen Gnadenhofes bedarf es wohl keiner weiteren Begründungen.

Birgit Poller, Angestellte, Mainhardt
Begründung: Auch für mich bedarf es keiner weiteren Begründung - siehe Wolfgang Spitzlay.


Frank Schlimbach, Pensionär, Sulzhof 3
Begründung: Ich lehne die Tötung von Tieren aus ethischen und religiösen Gründen grundsätzlich ab. Aus diesem Grund verzichte ich auch auf Fleisch, Fisch, Gelatine, Kälberlab usw.

Ger Langedijk, Brinkum (Meerhausen)
Begründung: Ich bin Jagdgegner und wünsche daneben selber frei über unser Grundstück zu verfügen. Es gibt schon seit 1999 eine Urteilsverkündigung von dem Europäischen Gerichtshof, worin steht, dass jeder Eigentümer das Recht hat, selber frei über sein Grundstück zu verfügen. Bisher hat Deutschland diese Urteilsverkündigung abgelehnt.

Hans-Willi Doll, Gärtnermeister, Haus Eilen
Begründung: Ich lehne die Jagd aus ethischen Gründen ab und kann nicht länger zusehen, wie Menschen, die nichts auf meinem Grundstück zu suchen haben, dort Tiere aus niederem Beweggrund töten.


Dagmar Veltkamp, Selbstständig, Viersen
Begründung: Ich lehne es grundsätzlich ab, dass Tiere auf meinem Grundstück gejagt und getötet werden. Außerdem habe ich bereits erfahren, dass um einen Fasan zu erwischen, auch auf mein Haus geschossen wurde.

Michael Antal, Beamter, Serno
Begründung: Schon dass man eine Begründung finden soll, wenn man die Jagd auf seinem Eigentum nicht akzeptiert, ist inakzeptabel. Woher nehmen wir das Recht, Tiere ohne Not zu töten?

Marianne Gruber, Kleinwalddorf
Begründung: Ich lehne aus ethischen Gründen die Ausbeutung und Tötung von Tieren strikt ab.


Hermann Gampe, Nachhilfe- und Gitarrenlehrer, Erlenbach-Tiefenthal
Begründung: Seit drei Jahren besitze ich einen kleinen Wald im Nordspessart, Gemarkung Aura. Gleich zu Beginn habe ich Jäger durch ein Schild am Grundstücksrand darauf hingewiesen, dass die Jagd hier ausdrücklich gegen den Willen des Eigentümers geschieht. Das Schild wurde herausgerissen, ebenso wie ein weiteres Schild ähnlichen Inhalts im Wert von 150.- EUR! Nun werden die Jäger schon richtig kriminell! Selbverständlich habe ich Anzeige erstattet wegen Diebstahl! Seit 28 Jahren bin ich Vegetarier. Ich brauche weder Jagd noch Tierkadaver und schon gar keine schießwütigen Zeitgenossen im Wald.


Christina Homburg, Krankenschwester, Bischofsgrün
Begündung: Wir haben ein 4 ha-Wiesengrundstück, das direkt an den Wald grenzt - dieses Grundstück soll Lebensraum für unsere Haus- und Nutztiere sein und für andere Tiere, die sich dort ansiedeln - ich bin seit 20 Jahren aus ethischen Gründen Vegetarier und will nicht, dass auf meinem Grund und Boden Tiere von Menschen getötet werden, die das Töten als Hobby betreiben! Durch die Zwangsmitgliedschaft in der Jagdgenossenschaft fühle ich mich beschmutzt - das ist derartig konträr zu meiner Lebenseinstellung, die die Fürsorge für Mensch und Tier beinhaltet, dass ich mich in meinen Menschenrechten verletzt fühle! EINE EINZIGE Ausnahme würde ich durchgehen lassen - Bei Verkehrsunfällen verletztes Wild - da ist es eine Frage des Tierschutzes, diese Tiere zu erlösen, sprich, ihnen den berühmten Gnadenschuss zu geben.


Ramona Michalke, Tierpsychologische Verhaltenstherapeutin, Nauen
Begründung: Es ist eine Schande, dass man als Bürger dieses Landes wie Nutzvieh in schlechter Haltung ungeachtet und ausgebeutet ist. Es ist unakzeptabel, dass die Regierung dieses Landes seine Bürger, für die sie sich eigentlich einsetzen soll (nicht gegen die Bürger!), einfach einer kranken, pervers mordlüsternden Minderheit überlässt. Es ist eine Schande, dass Deutschlands Regierung sich anmaßt, ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes ungeachtet zu lassen. Wo soll das noch enden?


Petra Mink, Pferdezüchter, Silberstedt
Begründung: zu gefährlich für meine Pferde die auf den bejagten Flächen laufen.


Josef Rosner, Architekt, Osterhofen
Begründung: Unser Grundstück liegt im Grenzgebiet zweier Jagdgenossenschaften. Ich lehne es ab, dass von allen Seiten auf unser Grundstück geschossen wird. Erst im Dezember 2008 wurde ein Kitz erschossen, wobei unser Haus in der Hauptschussrichtung lag.
Deshalb trete ich auch politisch - Kreisrat und Bundestagskandidat für die Grünen dafür ein, die Hobbyjagd abzuschaffen und ein professionelles Wildtiermanagement unter ethischen Grundsätzen einzurichten.
Illustriert mit meinen Karikaturen habe ich auch das satirische Buch eines Berufsjägers a.D. - www.Vitruan.de


Barbara Kemper, Betriebswirt grad., Menden NRW
Bin seit über 20 Jahren aktiv im Tierschutz und Vorsitzende eines Tierschutzvereins mit angeschlossenem Tierheim. Durch Erbe von meinen Eltern besitze ich seit vielen Jahren ein Waldstück und war dadurch automatisch weiter in der Jagdgenossenschaft.


Martin Schmidt, Landwirtschaftsmeister
Ich lehne die Jagd auf meinem Grund und Boden ab. Die Bejagung auf Privatgrundstücken verstößt meiner Meinung nach gegen das Grundgesetzt. Mensch und Tier werden durch verantwortungslose Jäger einer ständígen Gefahr ausgesetzt.



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