Bürgerinitiative Zwangsbejagung ade

Keine Jagd auf meinem Grundstück!

Zwangsbejagung ade!

Tierfreunde müssen die Jagd auf ihren Grundstücken nicht mehr länger dulden

Sind auch Sie Eigentümer eines Grundstückes, das gegen Ihren Willen bejagt wird? Sie können davon ausgehen, dass die Jagd auf Ihrem Grund und Boden ausgeübt wird, sofern Ihre Wiese, Ihr Feld oder Waldgrundstück außerhalb der Ortschaft liegen und nicht befriedet sind. Sie sind dann zwangsweise Mitglied in einer so genannten Jagdgenossenschaft und müssen dulden, dass bewaffnete Jäger Ihr Grundstück betreten, dort Schießtürme errichten, Fallen aufstellen, Futterstellen anlegen, Gesellschaftsjagden abhalten und Wildtiere sowie Katzen und Hunde töten.

Zwangsbejagung verstößt gegen Menschenrechte

All dies müssen Sie nicht mehr länger dulden: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat am 26.06.2012 entschieden, dass die Zwangsmitgliedschaft in einer Jagdgenossenschaft gegen die Menschenrechte verstößt, sofern der Grundeigentümer die Jagd aus ethischen Gründen ablehnt.
Es ist nicht mit dem in der Menschenrechtskonvention garantierten Schutz des Eigentums zu vereinbaren, wenn Grundstückseigentümer zwangsweise Mitglied in einer Jagdgenossenschaft sind und damit die Jagd auf ihrem Grund und Boden gegen ihren Willen dulden müssen.
Lesen Sie das Urteil in deutscher Übersetzung [411 KB]

Aufgrund des Urteils des höchsten europäischen Gerichts wurde die Bundesrepublik Deutschland verpflichtet, ihre Jagdgesetzgebung entsprechend zu ändern. Am 6.12.2013 ist das »Gesetz zur Änderung jagdrechtlicher Vorschriften« in Kraft getreten. Sie können bei der unteren Jagdbehörde einen Antrag stellen, dass Ihr Grundstück jagdrechtlich befriedet wird.
Da von Seiten der Politik zugegeben wurde, dass die neuen Regelungen den Grundeigentümern den Austritt aus der Jagdgenossenschaft möglichst schwer machen sollen, sind dabei einige wichtige Punkte zu beachten.

Hier finden Sie alle Informationen

Die Rechtsanwaltskanzlei Storr ist auf dieses Fachgebiet spezialisiert und übernimmt für ihre Mandanten das Verfahren vor der Jagdbehörde für einen fairen und transparenten Pauschalpreis.

Verfassungsbeschwerde gegen neues Bundesjagdgesetz

Zwei Tierschutzstiftungen, eine Stiftung aus Niedersachsen und eine Stiftung aus Bayern haben Verfassungsbeschwerden gegen die Neuregelung des Bundesjagdgesetzes eingelegt. Sie wollen nicht länger hinnehmen, dass Jäger auf ihren Flächen Tiere tot schießen, obwohl der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) am 26.06.2012 eindeutig entschieden hat, dass es ist nicht mit dem in der Menschenrechtskonvention garantierten Schutz des Eigentums zu vereinbaren ist, wenn Grundstückseigentümer zwangsweise Mitglied in einer Jagdgenossenschaft sind und damit die Jagd auf ihrem Grund und Boden gegen ihren Willen dulden müssen.

Aufgrund des Urteils des höchsten europäischen Gerichts wurde die Bundesrepublik Deutschland verpflichtet, ihre Jagdgesetzgebung entsprechend zu ändern. Am 6.12.2013 ist das »Gesetz zur Änderung jagdrechtlicher Vorschriften« in Kraft getreten.

Doch die Neuregelung des Bundesjagdgesetzes gilt nicht für so genannte juristische Personen wie Tierschutzvereine oder Tierschutz-Stiftungen. Wenn also Tierschützer in Stiftungen oder Tierschutzvereinen zusammengeschlossen sind und Flächen besitzen, auf denen sie Biotope anlegen, um Lebensraum für Wildtiere zu schaffen, müssen sie weiterhin hinnehmen, dass Jäger auf diesen Flächen Tiere tot schießen!

Lesen Sie dazu Pressemitteilung der Kanzlei Storr:
Verfassungsbeschwerden gegen neues Bundesjagdgesetz eingereicht: Neues Jagdgesetz benachteiligt juristische Personen, die nicht zwangsbejagt werden wollen

Lesen Sie dazu auch: Skandal: Gesetzesänderung unter massivem Einfluss der Jagdlobby!

Treibjagd auf der Pferdekoppel

„Hartwig Gravemeier sorgt sich um seine Pferde - Was treiben Jäger auf der Koppel?“, titeln die Westfälischen Nachrichten am 10.12.2014. Demnach hat ein Pferdehalter aus Ladbergen kein Verständnis dafür, dass Jäger und Treiber mit Jagdhunden während einer Treibjagd über seine Koppel liefen und die Pferde scheu machten. Zwei Pferde seien fast in Panik geraten. Die Treibjagd wurde nicht angekündigt, es gab auch keine Warnschilder. Dabei liegt eine viel befahrene Straße gleich um die Ecke. Erst vor wenigen Wochen war ein Pferd in einem Nachbarort vor ein Auto gelaufen.

„Auch in den Vorjahren hat es auf dem Ladberger Moor Ärger um Treibjagden gegeben“, schreiben die Westfälischen Nachrichten. „Ein Anwohner, ehemals wie andere auch „Zwangsmitglied“ einer Jagdgenossenschaft, hat es geschafft, dank neuerer Rechtsprechung aus diesem Verbund auszuscheiden. Jagden dürfen seitdem nicht mehr über sein Grundstück geführt werden.“
Lesen Sie dazu: Nordrhein-Westfalen: 10 Hektar jagdfrei!

DRadio Wissen: JAGD - WAIDMANN, GEIL?

Deutschlandradio Wissen: JAGD - WAIDMANN, GEIL?
Sendung vom 5.12.2014

Auf die Jagd gehen und Tiere erschießen: Manchen von uns macht das Spaß. Es gilt als Sport oder Hobby und ist - angeblich - Naturschutz. Andere glauben daran, dass sich der Tierbestand auch von alleine reguliert. Sie bezweifeln, dass das Wild wirklich den Wald kaputt beißt.
DRadio begeleitet Jäger Paulus Müller auf der Pirsch nach Kaninchen.

André Hölscher aus Ladbergen hat in diesem Jahr geschafft, Jäger von seinen Wiesen und Feldern zu verbannen.
(SEHR HÖRENSWERT! - ab Minute 32:30)
Potcast anhören

Lesen Sie dazu auch den ausführlichen Bericht über das Grundstück von André Hölscher: Nordrhein-Westfalen: 10 Hektar jagdfrei!

Österreich: Erster Antrag auf Jagdverbot

Österreich: Grundstückseigentümer stellt Antrag auf Jagdverbot
»Keine Jagd auf meinem Grundstück!«

Nach inzwischen vier Urteilen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte müssen Jagdgegner auf ihrem Grundstück keine Jagd dulden: Das höchste europäische Gericht stellte in Urteilen 1999 gegen Frankreich, 2007 gegen Luxemburg, 2012 und erneut 2013 gegen Deutschland fest, dass die Zwangsbejagung gegen die Menschenrechte verstößt.

Der Grundstückseigentümer, der rund 6,5 Hektar Wald im Bezirk Spittal an der Drau in Kärnten besitzt, beantragte am 27.10.2014 die Freistellung seiner Flächen von der Jagd. In seinem Antrag führt der Rechtsanwalt aus, dass er beinahe vegan (unter Verzicht auf beinahe alle Tierprodukte) lebe. Die auf seinen Grundstücken durchgeführte Jagd sei nicht mit seinen ethischen Grundsätzen vereinbar. weiterlesen
Lesen Sie hier den Antrag des Waldbesitzers im Originaltext

ZDF berichtet über jagdfreie Grundstücke

ZDF: Warum die Jagd polarisiert

"Die einen finden in ihr Glück und Zufriedenheit, die anderen sehen in ihr ein veraltetes barbarisches Treiben, für manche ist sie ein großer Beitrag zu Natur- und Landschaftspflege, für andere ein künstlicher und überflüssiger Eingriff in die Natur. Nur eines ist sicher: die Jagd polarisiert."
(ZDF "Sonntags", 19.10.2014, 9:00 Uhr)

Das ZDF berichtete auch über das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte und die Möglichkeit, private Grundstücke jagdrechtlich befrieden zu lassen.

ZDF: "Warum die Jagd polarisiert"

Video „Warum jagt der Mensch?“ - Jäger Florian Asche (Autor des Buches „Jagen, Sex und Tiere essen“) berichtet von der Lust bei der Jagd: "Das Triebmodell Erotik ist sehr ähnlich dem Triebmodell Jagd.«

Video „Neue Spielräume für Jagdgegner“: berichtet über das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte und die Möglichkeit, private Grundstücke jagdrechtlich befrieden zu lassen.

Video "Wenn die Jagd verboten ist": stellt das Modell Kanton Genf vor: Hier gibt es seit 1974 ein allgemeines Jagdverbot.

In der Sendung wurde auch Filmmaterial aus der ZDF-Dokumentation „Jäger in der Falle“ verwendet, die Anfang des Jahres die Jägerwelt erschütterte und zu Massenbeschwerden der Jäger führte. Lesen Sie dazu auch Sie die Antwort des ZDF-Intendanten Dr. Thomas Bellut.

ZDF planet e: Jäger in der Falle

Immer mehr jagdfreie Grundstücke in Deutschland

In Deutschland gibt es immer mehr jagdfreie Grundstücke:
In
Bayern waren bereits Anfang 2013 die ersten Grundstücke durch einen Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs jagdfrei gestellt worden. In Baden-Württemberg wurden 2013 Grundstücke vorläufig jagdrechtlich befriedet.
Seit 1. April 2014 sind in
Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bayern etliche Hektar Wiesen, Wälder und Felder offiziell jagdfrei.
Mit Ablauf des aktuellen Jagdjahres zum 1.4.2015 werden weitere Grundstücke in
Baden-Württemberg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt jagdfrei gestellt.
Ein großartiger Erfolg im Sinne der Rechte von Grundstückseigentümern und des Tierschutzes!

Immer mehr Grundstückseigentümer wollen nicht länger hinnehmen, dass Jäger ihre Grundstücke betreten und dort Tiere tot schießen oder Fallen aufstellen.
Bundesweit haben bereits einige Hundert Grundeigentümer einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen gestellt. »Da ist längst eine Lawine ins Rollen gekommen«, sagt
Rechtsanwalt Dominik Storr, der über 60 ethische Jagdgegner aus ganz Deutschland vertritt.

Eine aktuelle Dokumentation über jagdfreie Grundstücke und laufende Anträge auf jagdrechtliche Befriedung finden Sie hier.

Die Hobbyjagd muss umgehend abgeschafft werden

Von Rechtsanwalt Dominik Storr

Es ist wieder die Zeit gekommen, in der vermehrt paramilitärisch gekleidete und schwerbewaffnete Jäger ihre Aggressionen und ihre anderen niederen Beweggründe an den (unbewaffneten) Tieren auslassen. Dabei sind unabhängige Wissenschaftler, d.h. diejenigen, die nicht selbst jagen, längst zu dem Ergebnis gekommen, dass die Jagd nicht nur überflüssig, sondern auch in höchstem Maße schädlich ist.
Jagd ist der Artenfeind Nr. 2 gleich nach der konventionellen Landwirtschaft, sagt zum Beispiel der renommierte Zoologe Prof. Reichholf, der auf diesem Gebiet ein international anerkannter Experte ist. Die Jagd zerstört das Gleichgewicht in den Naturabläufen. Die Jagd sorgt bei einigen Arten wie Schwarz- und Rehwild für überhöhte Wildbestände (und damit auch für mehr Wildschäden), bei anderen, seltenen Arten führt sie zur Bestandsminimierung oder sogar zum Verlust der gesamten Spezies.
Die Jagd stresst die Tiere ungemein und vor allem ununterbrochen. Das macht die Tiere weit überdurchschnittlich hungrig und damit auch gefräßiger. Deutschland dürfte zudem eines der wenigen Länder sein, in denen an 365 Tagen im Jahr und an 24 Stunden am Tag gejagt werden darf. weiterlesen

Niedersachsen: Hof Butenland jagdfrei!

Hof Butenland, ein Lebenshof mit Kuhaltersheim im Landkreis Wesermarsch (nordwestliches Niedersachsen), wurde mit Bescheid vom 14.10.2014 von der zuständigen Behörde Butenland offiziell jagdfrei gestellt - rückwirkend zum 1.4.2014.
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Sachsen-Anhalt: Erstes Grundstück jagdfrei!

In Sachsen-Anhalt ist das erste Grundstück mit Ablauf des Jagdjahres ab 1.4.2015 offiziell jagdfrei! Damit kam die zuständige Jagdbehörde einer anhängigen Beschwerde beim Bundesverfassunggericht [565 KB] zuvor: Der Landkreis Harz gab dem Antrag auf Befriedung zweier Grundstücke im Landkreis Quedlinburg aus ethischen Gründen mit Bescheid vom 28.8.2014 statt. Die Kosten: 450 Euro.
Bereits 2002 hatte Ludwig Weyhe einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung seiner beiden Grundstücke in der Gemarkung Schielo im Landkreis Quedlinburg gestellt, da er Tierschützer, Vegetarier und Jagdgegner ist. Auf auf seinen Flächen hat der Tier- und Naturfreund ein Biotop geschaffen, um wild lebenden Tieren ein Rückzugsgebiet zu geben. Durch Renaturierungsmaßnahmen wie die Anlage von Hecken ist auf den Flächen bereits ein aus Naturschutzsicht wertvolles, ursprüngliches Brachland entstanden.
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Ostfriesland: Ulmenhof ab 1.4.215 jagdfrei!

Ab 1.4.2015 sind die Flächen des Ulmenhofs, einem Tierheim und Gnadenhof im Kreis Aurich in Ostfriesland, offiziell jagdrechtlich befriedet! Gnadenbrottiere wie Pferde, Ziegen, Mini-Schweine, Gänse und Fundtiere wie zahlreiche Katzen dürfen hier ihren Lebensabend verbringen. Zum Ulmenhof gehören knapp 5 Hektar Land. weiterlesen

Hürden und Hindernisse im Saarland

Auch im Saarland wollen Tier- und Naturfreunde die Jagd auf ihrem Grundstücken verbieten. So hat ein Privatwaldbesitzer im Nordsaarland bereits im Juli 2012 einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung gestellt.

Der Waldbesitzer beruft sich auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2014: Das höchste Europäische Gericht hatte entschieden, dass es nicht mit der Menschenrechtskonvention zu vereinbaren ist, wenn Grundstückseigentümer zwangsweise Mitglied in einer Jagdgenossenschaft sind und damit die Jagd auf ihrem Grund und Boden gegen ihren Willen dulden müssen. Somit waren Teile des Bundesjagdgesetzes ein Verstoß gegen die Menschenrechtskonvention. Bei der Änderung des § 6a des Bundesjagdgesetzes, die seit 6.12.2013 in Kraft ist, wurden jedoch etliche Ausnahmen, Hürden und Fußangeln für Grundstückseigentümer eingebaut, welche die Jagd auf ihrem Grund und Boden nicht länger dulden wollen.

Dies muss jetzt der Waldbesitzer im Saarland erleben. Die Saarbrücker Zeitung berichtet am 27.8.2014 unter dem Titel „Völklinger will Tiere auf seinem Grundstück trotz bürokratischer Hürden schützen“: „Frieden in seinem Wald, das ist, was Norbert Schreiner aus Völklingen will. Kein Jäger soll den Grund und Boden des Privatwaldbesitzers mehr betreten, kein Wild soll dort mehr geschossen werden. Aus ethischen Gründen lehne er die Jagd ab, sagt er.“
Weiter heißt es in der Saarbrücker Zeitung: "Bis es so weit ist, gilt es für Privatwaldbesitzer Schreiner jedoch Hürden zu überwinden – besonders die finanziellen: 63 000 Euro müsse er für eine amtliche Vermessung der 35 Parzellen zahlen, sagt er. Denn Jäger sollen sehen können, wann sie inmitten des Waldes befriedetes Gebiet betreten."
Und: "Weitere 5000 Euro soll Schreiner für Bescheide zahlen. Laut Bundesjagdgesetz müsse nämlich eine Reihe von Personen angehört werden. Neben der Jagdgenossenschaft und dem Jagdpächter gehören dazu auch angrenzende Grundeigentümer, die oft nicht leicht zu ermitteln seien".
Trotz dieser unglaublichen Hürden will sich der Waldbesitzer nicht abhalten lassen.

Nordrhein-Westfalen: Wald in Minden jagdfrei

Für Gerald Zöphel ist es nicht vertretbar, dass Tiere im Rahmen der Jagdausübung getötet werden. Er kann nicht mit seinem Gewissen vereinbaren, dass für die Tötung von Tieren ausgerechnet sein Grundstück zur Verfügung gestellt werden soll. Seit 1.4.2014 ist sein 1,7 Hektar großes Waldgrundstück im Kreis Minden-Lübbecke (Nordrhein-Westfalen) offiziell jagdrechtlich befriedet. Die Kosten: 115 Euro. weiterlesen

Grundstück in Dithmarschen jagdfrei!

Dieter Grade aus Dithmarschen hat auf seiner 8259 Quadratmeter großen Wiese ein Biotop geschaffen, auf dem auch seltene Pflanzen wie wilde Orchideen wachsen. Der Naturschützer kann es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren, die Jagd auf seinem Grund und Boden zuzulassen. Nach mehrfachen Verzögerungen wurde seinem Antrag auf jagdrechtliche Befriedung Anfang August 2014 zugestimmt.
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Grundstück im Bodenseekreis jagdfrei

Das zwei Hektar große Grundstück von Rudolf Moser bei Markdorf im Bodenseekreis ist jetzt jagdrechtlich befriedet. Dies berichtet die Schwäbische Zeitung am 19.8.2014 unter dem Titel „Tierfreund setzt sich gegen Jäger durch“.

Rudolf Moser und seine Frau haben auf dem Grundstück ein Biotop errichtet, ein eingetragenes Naturschutzgebiet mit geschützten Pflanzenarten, einem Tümpel und Streuobstwiese. „Meine Frau und ich wollten, dass das Grundstück auch ein Refugium für Tiere und nicht nur für Pflanzen ist“, zitiert die Schwäbische Zeitung den 83-jähringen Tierfreund, der die Jagd aus tiefster Überzeugung ablehnt.
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Grundstück in Eutin ab 1.4.2015 jagdfrei!

Familie Karcher besitzt ein malerisches Grundstück im schleswig-holsteinischen Eutin. Ab 1.4.2015 sind die 1,6 Hektar offiziell jagdfrei.
»Wir haben schon lange versucht, unser Grundstück jagdfrei zu bekommen«, erzählt Adolf Karcher, ein pensionierter Richter. »Auf unserem Grundstück beobachten wir Hasen, Fasane, Adler und Reiher. Wir haben einem Teich mit verschiedenen Uferzonen angelegt, der die Tiere anzieht: nicht nur die verschiedensten Wasservögel, auch Rehe und Wildschweine kommen zum Trinken. Die Jäger haben direkt vor unserem Teich einen Jagdsitz errichtet. Wir wollten nicht, dass die Jäger die Tiere schießen, für die wir ein Biotop geschaffen haben.« weiterlesen

Grundstück in Höxter ab 1.4.2015 jagdfrei!

Detlef Korsawe freut sich über sein jagdfreies Grundstück im Kreis Höxter beim Naturschutzgebiet Desenberg in der Nähe von Warburg: Mit Ende des laufenden Jagdjahres zum 1.4.2015 ist sein viertel Hektar Land offiziell jagdrechtlich befriedet!

»Das Grundstück ist natürlich sehr klein, aber mir ging es ums Prinzip. Und jede Reise beginnt mit einem kleinen Schritt...«, berichtet der Tier- und Naturfreund. weiterlesen

NRW: 89 Anträge auf Jagdverbot

„Keine Jagd auf meinem Grundstück: 89 Grundstückseigentümer in Nordrhein-Westfalen haben bis Ende April 2014 beantragt, dass auf ihrem Grund und Boden nicht mehr gejagt werden darf. Dies berichtet die Aachner Zeitung am 23.5.2014 und beruft sich auf eine Antwort des nordrhein-westfälischen Umweltministers Johannes Remmel (Grüne) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion.

PETA: Grundstücksbesitzerin „Heldin für Tiere"

Die internationale Tierrechtsorganisation PETA zeichnet eine Grundstücksbesitzerin als "Heldin für Tiere" aus: Jutta Reichardt aus Kreis Steinburg (Schleswig-Holstein) stellte einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung ihres 6,4 Hektar großen Grundstücks. Dem wurde stattgegeben: Seit Anfang April 2014 darf auf der Fläche nicht mehr gejagt werden. Für ihr tierfreundliches Engagement zeichnet die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. die Grundstücksbesitzerin nun mit einer „Heldin für Tiere“-Urkunde aus.

„Wir sind begeistert von Jutta Reichardts vorbildlichem Einsatz gegen die Jagd“, sagt Judith Pein im Namen von PETA Deutschland e.V. „Auf ihrem Grundstück sind Tiere nun sicher vor dem großen Leid, dass ihnen durch Jäger zugefügt wird. Weil die Jagd unnötig ist und viele ökologische Probleme erst hervorruft, appellieren wir nun an alle Grundstücksbesitzer, Jutta Reichardts Beispiel zu folgen.“

Kreis Soest: 9 Anträge gegen Zwangsbejagung

Der unteren Jagdbehörde des Kreises Soest liegen 9 Anträge vor, in denen Eigentümer darum bitten, ihre Wiesen oder Felder als befriedete Gebiete auszuzeichnen. Dies berichtet der Soester Anzeiger am 19.5.2014.
Trotz des eindeutigen Urteils des Europäischen Gerichtshofs für Menschrechte vom 26.6.2012 versucht die Jagdbehörde auf Zeit zu spielen: „Es gibt keine Fristen an die wir uns halten müssen und die nun folgende Prüfung ist umfangreich und es sollte nicht schnell entschieden werden“, zitiert die Zeitung einen Vertreter der Jagdbehörde.

Markdorfer verbietet Jagd auf seinem Grund

Das SWR-Fernsehen berichtet in der Landesschau am 7.5.2014 von einem Grundeigentümer aus Markdorf im Bodenseekreis, der die Jagd auf seinen Flächen verbieten will. Rudolf Moser musste erleben, wie Jäger auf seiner Obstwiese, auf der er ein Biotop angelegt hat, eine Treibjagd veranstalteten. So etwas will der Senior nicht wieder erleben müssen: Er hat einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung seines Grundstücks gestellt und beruft sich auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte von 2012.
Rudolf Moser berichtet in der SWR-Sendung, dass er als Junge mit einem Luftgewehr auf Vögel geschossen habe. Dabei verletzte er eine Amsel und nahm das Tier in die Hand: "Die Amsel hat gefiept und mich angeschaut. Sie ist dann in meinen Händen gestorben. Und da habe ich gewusst, was ich bislang getan habe. Und da hat die Schießerei für mich aufgehört."

Die Schwäbische berichtete am 24.04.2014, dass Rudolf Moser die Jagd grundsätzlich ablehne und nicht dulden will , dass Jäger auf seinem Grundstück Tiere schießen. Zudem befindet sich ein Storchennest auf seinem Grundstück. Die Storchenbeauftragte des Landes Baden-Württemberg empfehle, dass in einem Radius von 300 Metern um das Storchennest herum nicht geschossen werden sollte.

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150 Anträge auf jagdrechtliche Befriedung in NRW

"Premiere für NRW: André Hölscher duldet keine Jagd auf seinem Grundstück", melden die Ruhr Nachrichten am 22.4.2014. "Ein neuer Paragraph im Bundesjagdgesetz erlaubt es Grundstückseigentümern, die Jagd auf ihrem Land abzulehnen", heißt es in dem Artikel.

In Nordrhein-Westfalen gibt es nach Schätzungen des Landesjagdverbands NRW etwa 150 Anträge auf jagdrechtliche Befriedung privater Grundstücke. Damit seien m
ehr Anträge als erwartet eingegangen.

Seit 1.4.14: Grundstück in Unterfranken jagdfrei

„Rote Stickel am Acker halten die Jäger fern“, titelt infranken.de am 28.4.2014 und berichtet, dass die rund 3,5 Hektar Acker von Stefan Körber bei Dettelbach und Kitzingen jetzt auch amtlich jagdrechtlich befriedet sind. „Einen Meter hohe, rot angemalte Stickel in der Flur machen es deutlich: Auf diesem Grundstück darf nicht gejagt werden“, so infranken.de

Der überzeugte Tierschützer und Veganer sagt: „Ich will nicht, dass auf meinen Grundstücken Tiere totgeschossen werden“. Landratsamt seinem Antrag auf das Ruhen der Jagd nicht stattgegeben hatte, musste Körber vor Gericht ziehen. Bereits am 5. März 2013 hatte das Bayerische Verwaltungsgericht Würzburg hatte in einem Eilverfahren entschieden, dass auf den beiden Grundstücken vorläufig nicht auf Wildtiere geschossen werden darf, bis die Neureglung des Bundesjagdgesetzes in Kraft tritt. Seit April 2014 sind die Grundstücke offiziell jagdrechtlich befriedet. Stefan Körber musste dafür 500 Euro als Verwaltungsgebühr das Landratsamt Kitzingen zahlen. weiterlesen

In Unterfranken seien zwei weitere Entscheidungen auf jagdrechtliche Befriedung in den Landkreisen Kitzingen und Bad Kissingen noch ausstehend.

Seit 1.4.14: 10 Hektar im Münsterland jagdfrei!

André Hölscher hat es geschafft: Seine beiden landwirtschaftlichen Grundstücke im Münsterland mit insgesamt 10 Hektar Fläche sind mit Beginn des neuen Jagdjahres am 1.4.2014 jagdfrei.

André Hölscher ist als Comedian alias
„Bauer Heinrich Schulte-Brömmelkamp“ bekannt. Presse und Fernsehen haben immer wieder über sein Engagement gegen die Jagd auf seinem Grundstück berichtet.

Am 7. März 2014 erhielt der 39-jährige Ladberger den Bescheid der Unteren Jagdbehörde des Kreises Steinfurt. "Gleich nach Bekanntwerden des Urteils des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) im Sommer 2012 habe ich den Antrag auf jagdrechtliche Befriedung meiner Flächen gestellt. Aufgrund der Bindung an die deutsche Gesetzesgebung teilte mir die Behörde damals mit, derzeit nicht über mein Anliegen entscheiden zu können, den Antrag aber zurückzustellen."
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Grundstück in Mittelwestfalen jagdfrei!

Sofort nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 26.6.2012 stellte der Biologe und Ökologe Dr. Karl-Heinz Loske einen Antrag auf Befriedung seiner Grundstücke. Seit 1.4.2014 sind 2,2 Hektar in der mittelwestfälischen Hellwegbörde (Geseke, Kreis Soest) offiziell jagdrechtlich befriedet. weiterlesen

4 Waldgrundstücke in Bayern seit 1.4.2014 jagdfrei

Seit Beginn des Jagdjahres 2014/15 am 1.4.2014 sind die vier Waldgrundstücke von Familie Vilsmaier in Niederbayern offiziell jagdfrei. »Das ging ohne Probleme, die Kosten hierfür waren nur 150 Euro«, berichtet Fred Vilsmaier.

2008 kauften Susanne und Fred Vilsmaier vier Waldgrundstücke in Niederbayern. »Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass wir mit diesem Kauf automatisch Zwangsmitglieder der örtlichen Jagdgenossenschaft waren. Da wir uns seit vielen Jahrzehnten für den Tierschutz engagieren, waren wir entsetzt. Wir sind, was dieses Thema betrifft, dann ständig am Laufenden geblieben und so kam es dann Schlag auf Schlag, zuerst das Urteil vom Europäischen Gerichtshof, dann das Grundsatzurteil vom Bayerischen Verwaltungsgericht und zum Schluss unser Antrag beim Landratsamt in Kelheim.« weiterlesen

Schleswig-Holstein: Erste Grundstücke jagdfrei!

Seit Beginn des neuen Jagdjahres am 1.4.2014 sind auch in Schleswig-Holstein die ersten Grundstücke jagdfrei. Zu Beginn des Jahres 2014 hatten bereits über 20 Grundstückseigentümer einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen gestellt - und es werden immer mehr.
Das 6,5 Hektar große Grundstück von Jutta Reichardt in Neuendorf-Sachsenbande im Kreis Steinburg nördlich von Hamburg wird seit 1.4.2014 offiziell nicht mehr bejagt.
Das Hofgrundstück ist von einem großen Garten und etlichen Anpflanzungen umgeben, daran schließt sich feuchtes Grünland an, wie es in der Küstenregion typisch ist. weiterlesen

Seit 1.4.14: 25 Hektar im Rheinland jagdfrei!

Grundstückseigentümerin im Rheinland muss Jagd nicht länger dulden

Das gut 25 Hektar große Grundstück von Margot Scheibe in Hohenöllen-Sulzhof in Rheinland-Pfalz ist ab 1. April 2014 jagdfrei. Die untere Jagdbehörde hat mit Bescheid vom 3.3.2014 ihrem Antrag stattgegeben, ihr Grundstück jagdrechtlich zu befrieden.

Margot Scheibe, die vor Jahrzehnten selbst Jägerin gewesen war, ist seit vielen Jahren überzeugte Vegetarierin und Tierschützerin. Mit ihrem gut 25 Hektar großem Grundstück war sie automatisch und gegen ihren Willen Mitglied in der Jagdgenossenschaft.

Das Grundstück ist ein kleines Paradies mit viel Wald, umgeben von einem 50 Jahre alten und insgesamt 5 km langen Zaun, der kein Wildtier davon abhält, hinein- oder herauszuschlüpfen. Sehr zum Unmut der Jäger, welche bei Treibjagden verhindern wollten, dass sich die Tiere hinter den Zaun flüchten. Die Forderung nach Abriss des Zauns wurde laut. weiterlesen

Seit 1.4.2014: 2 Hekatar in der Pfalz jagdfrei!

In Rheinland-Pfalz wurden die Flächen weiterer Grundstückseigentümer jagdrechtlich befriedet: Frank Schlimbach aus Kusel freut sich über 2 Hektar jagdfreies Grundstück in der Pfalz.

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Rheinland Pfalz: Europäischer Gerichtshof entscheidet gegen Zwangsbejagung von Grundstücken im Landkreis Pirmasens

Rheinland-Pfalz: Bio-Winzer will Jagd nicht dulden

Hessen:Erster Antrag auf jagdrechtliche Befriedung

Jörg Hanstein hat für sein Grundstück in Morschen (Schwalm-Eder-Kreis) den ersten Antrag auf jagdrechtliche Befriedung gestellt.

Hessenweit gebe es noch keinen vergleichbaren Fall, so der Fachbereichsleiter Ordnung und Sicherheit beim Landkreis Schwalm-Eder-Kreis gegenüber der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen am 28.3.2014.
Paragraf 6a des Bundesjagdgesetzes sieht allerdings eine Befriedung erst zum Ende des Jagdpachtvertrags vor, der im Fall von Jörg Hanstein noch zehn Jahre läuft. „Ich kämpfe doch nicht für eine Befriedung, bekomme Recht und muss noch zehn Jahre darauf warten“, kritisierte der Tierschützer gegenüber der HNA. Die untere Jagdbehörde kann ein Grundstück aber auch zum Ende des laufenden Jagdjahres (31. März), wenn es für den Eigentümer eine besondere Härte darstellen würde, zu warten.

"Gesetz stellt Jagdwesen auf den Kopf"

Im Kreis Rendsburg-Eckernförde liegt ein Antrag auf Jagdverbot aus Gewissensgründen vor. Mit 90 Hektar betrifft das die größte Fläche in Schleswig-Holstein. Diese berichtet die Schleswig-Holsteinische Landeszeitung am 27.3.2014. Insgesamt haben bereits 23 Grundstückseigentümer aus Schleswig-Holstein den Antrag auf jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen gestellt.

Der Vorsitzende der Kreisjägerschaft befürchtet laut der Zeitung erhebliche Auswirkungen, sollte die zusammenhängende Fläche von 90 Hektar nicht mehr bejagt werden: „Das geänderte Gesetz kann das gesamte Jagdwesen auf den Kopf stellen.“

NDR-Fernsehen: "Keine Jagd auf meinem Grundstück!"

NDR „Hallo Niedersachsen“, 16.3.2014: „Streit zwischen Grundstückseigentümern und Jagdpächtern“

Der NDR filmte bei Familie Huber auf dem Ulmenhof, einem Tierheim und Gnadenhof in Ostfriesland. Die Eigentümer haben einen Antrag auf Ruhen der Jagd auf ihren Flächen gestellt. Der Jagdpächter hat einen Hochsitz in Sichtweise des Grundstücks aufgestellt, das Grundstück mit Jagdfreunden betreten, um dort die Jagd auszuüben. Familie Huber hat Angst, dass ihre Katzen erschossen werden könnten, wenn sie sich mehr als 300 Meter vom Hof entfernen.
Im NDR-Bericht wird darauf hingewiesen, dass die Regelungen der Zwangsmitgliedschaft in Jagdgenossenschaften noch auf das Reichsjagdgesetz von 1934 zurückgehen, der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte aber geurteilt hat, dass es ein Menschenrecht ist, die Jagd aus ethischen Gründen auf dem eigenen Grundstück zu verbieten.
Im Kreis Aurich haben bereits sechs Grundstückseigentümer einen Antrag auf jagdfrechtliche Befriedung gestellt - mit einer schnellen Entscheidung ist aufgrund des aufwändigen Antragsverfahrens und der Einspruchsmöglichkeiten des Jagdpächters, der Jagdgenossenschaft und der Nachbarn nicht zu rechnen. Für das Antragsverfahren sollen bis zu 2.000 Euro Gebühren fällig sein.
Dennoch haben inzwischen weit über 30 Grundstückseigentümer aus Niedersachsen den Antrag gestellt - "Tendenz steigend", hießt es in dem NDR-Bericht.
Sehen Sie den Bericht in der Mediathek
Sehen Sie dazu auch: NDR-Dokumentation "Waidmannsheil - Jägern auf der Spur"

Schleswig-Holstein: Schikanen für Landbesitzer

Eine dpa-Meldung berichtet am 16.3.2014 von den hohen Kosten und Hürden, die in Schleswig-Holstein Grundstückseigentümern, welche die Jagd auf ihren Flächen nicht länger dulden wollen, in den Weg gestellt werden. „Jahrzehntelang mussten Eigentümer den Abschuss von Tieren auf ihrem Grund und Boden dulden, auch wenn sie strikt dagegen waren“, heißt es auf shz.de am 16.3.2014. „Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte hielten sie ein Jagdverbot auf ihrem Grund und Boden nur noch für Formsache“.

Umwelt- und Naturschützer Dieter Grade, der die Internetseite Natur in Not Dithmarschen ins Leben gerufen hat, ist einer von über 20 Grundstückseigentümern in Schleswig-Holstein, die einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen gestellt haben. Er muss nicht nur seine ethischen Motive „glaubhaft machen“ - wie früher bei der Wehrdienstverweigerung -, nicht nur jedes einzelne seiner Grundstücke Grundbuchauszüge, Karten und Angaben vorlegen, sondern auch für die Grundstücke seiner Nachbarn.

Hamburg: "Keine Jagd auf meinem Grundstück!"

"Keine Jagd auf meinem Grundstück!", titelt das Hamburger Abendblatt am 12.3.2014 und berichtet von einem Grundbesitzer aus Hamburg-Neuengamme, der einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung seines Grundstücks aus ethischen Gründen gestellt hat.
Noch sei über den Antrag noch nicht entschieden worden.

Die Bergedorfer Zeitung meldet am 11.2.2014, in Schleswig-Holstein seien bisher 20 Anträge von Grundstückseigentümern auf Ruhen der Jagd gestellt worden, davon jeweils zwei im Kreis Herzogtum Lauenburg und im Kreis Stormarn. Der erste Antrag in Hamburg stamme von dem Grundtsückseigentümer aus Neuengamme mit 8 Hektar Wiese. Er hatte bereits kurz nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012 seinen Antrag eingereicht. "Ich habe das Grundstück vor 21 Jahren gekauft, bin wegen der schönen Natur nach Neuengamme gezogen", zitiert die Bergedorfer Zeitung den Senior und schreibt, dass der Hundehalter den Antrag auf Befriedung der Fläche habe der Hundehalter "aus ethischen Gründen" gestellt habe. Er sei eben ein großer Tierfreund.



NDR: Der Weg zum "jagdfreien" Privatgelände

NDR-Fernsehen "Schleswig-Holstein Magazin",
Mi., 4.3.2014:

Der Weg zum "jagdfreien" Privatgelände
"Bislang musste jeder die Jagd auf seinem Land zulassen. Bei der Naturschutzbehörde können Eigentümer nun einen Antrag stellen, dass ihr Grundstück jagdrechtlich befriedet wird." (NDR-Sender-Info)

Der NDR hat bei Dieter Grade von Natur in Not Dithmarschen gefilmt, welche die Jagd auf seinem Grundstück nicht länger dulden will und einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung gestellt hat.

Bericht in der NDR-Mediathek ansehen

Aktuelle Meldungen

ZDF planet e: Jäger in der Falle

Wenn Jägern die Argumente ausgehen...

Als Reaktion auf die ZDF-Dokumentation "Jäger in der Falle" schrieb ein adliger Jäger mit Doktortitel an die Initiative zur Abschaffung der Jagd:

"Ich wünsche Ihnen einen guten Genuss mit Hirsetalern all you can eat und anschließendem Bundesliga-Darmverschluss.
Gegen ein sexuell unerfülltes Leben ohne Freunde und voller qualvoller Stunden mit Dianetic 1-11 hilft übrigens der Freitod."


Es scheint zu stimmen, dass Jäger keine Kritik an ihrem Hobby vertragen können...

ZDF-Doku löst Debatte über die Jagd aus

Das ZDF nimmt auf seiner Homepage zum Protest von Jägern gegen die ZDF-Dokumentation "Jäger in der Falle" Stellung:

Der Film thematisiert auch ein aktuelles Urteil des europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte, das das Reviersystem der Jäger in Frage stellt: Durch das Urteil müssen private Grundstückbesitzer nicht mehr wie bisher Jäger auf ihrem Land zwangsweise dulden. Vielmehr kann jetzt ein Jagdverbot erwirkt werden, wenn die Gründe dafür gegenüber der zuständigen Jagdbehörde glaubhaft dargelegt werden können.
Der Deutsche Jagdverband hat die Jäger im Internet dazu aufgerufen, sich beim ZDF-Fernsehrat über die Sendung zu beschweren. Tierschützer dagegen fordern wiederum ihre Mitstreiter im Netz auf, wegen der Kampagne gegen die planet e.-Dokumentation an den deutschen Jagdverband zu schreiben. Volker Angres, Leiter der ZDF-Umweltredaktion, die für die planet e.-Filme verantwortlich ist, sieht die Reaktionen auf die Sendung positiv: "Offenbar hat der Film eine längst überfällige gesellschaftliche Debatte angestoßen."
Lesen Sie die komplette Stellungnahme des ZDF

ZDF-Dokumentation: Jäger in der Falle

planet e. "Jäger in der Falle", Sendung vom 19.01.2014
"Es war ein Warnschuss für die Jägergilde und könnte der Anfang vom Ende der traditionellen Jägerei in Deutschland sein. Seitdem der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg vor eineinhalb Jahren den deutschen Grundstückseigentümern das Recht zugesprochen hat, die Jagd aus Gewissensgründen auf eigenem Grund und Boden zu verbieten, ist nichts mehr wie es war. Jagdkritiker wollen den Abschuss von Wildtieren in Deutschlands Wäldern deutlich einschränken. Manche gehen sogar noch weiter und fordern ein Ende der Jagd.
Peter Wohlleben ist Jäger und stellt sich gegen seine eigene Zunft. Als Gemeindeförster will er am liebsten die Jagd auf Wild in "seinem" Wald in der Eifel und in der ganzen Republik verbieten lassen. "Fast alle Waidmänner jagen doch nur aus der Lust am Töten und kommen ihrer eigentlichen Aufgabe, Wildschäden zu verhindern und die Bestände zu regulieren, überhaupt nicht nach", meint er. (...) Doch es geht auch ganz ohne Jagd, wie das Beispiel Genf zeigt. Dort haben die Behörden vor 40 Jahren die Jagd abgeschafft. Viele Tierarten, die schon fast ausgerottet waren, sind seitdem zurückgekehrt." (ZDF-Sender-Info)

Gottlieb Dändliker, Wildinspektor im Kanton Genf, sagt: "Was uns die letzten 40 Jahre gezeigt haben. Die meisten Arten brauchen überhaupt keine Regulierung. In unseren Verhältnissen auf jeden Fall und es geht ihnen gut, wenn sie nicht gejagt werden und natürlich, wenn man zusätzlich auch Naturschutz treibt und die Habitate verbessert. Es gibt eine Ausnahme: Und das ist das Schwarzwild". Durch den hohen Jagddruck in den umliegenden Regionen suchen viele Wildschweine Schutz im geschützten Kanton Genf. Dem Problem wird mit sanften Mitteln begegnet: Elektrozäune sollen die Tiere fern halten. Der Abschuss durch Wildhüter ist nur als letztes Mittel zur Bestandsregulierung zulässig.
Sendung ansehen und weitere Informationen im online-Angebot von „planet e“

40 Jahre Jagdverbot im Kanton Genf/Schweiz

Im Schweizer Kanton Genf entschied die Bevölkerung 1974 durch Volksabstimmung für ein allgemeines Jagdverbot auf Säugetiere und Vögel. Mit überaus positiven Auswirkungen für die Natur, Tiere und die Menschen: Noch nie war die Biodiversität größer – und die Wildtierbestände regulieren sich selbstständig erfolgreich. An den Ufern des Genfer Sees und der Rhône erhöhte sich die Zahl der überwinternden Wasservögel auf spektakuläre Weise. Vögel und die anderen Wildtiere verlieren immer mehr einen großen Teil der unnatürlichen Scheu, die durch die Jagd hervorgerufen wird. So werden wild lebende Tiere wieder erlebbar: Spaziergänger bekommen regelmäßig Wildtiere wie Feldhasen oder Rehe zu Gesicht.
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100 Jahre Jagdverbot: Nationalpark Schweiz

Der Schweizerische Nationalpark feiert 2014 sein hundertjähriges Bestehen. Mit seiner Gründung am 1. August 1914 schufen die Pioniere eine einzigartige Wildnisoase. Hier sollte sich die Natur ohne das Dazutun des Menschen frei entwickeln können - und so war von Anfang an die Jagd verboten. Der Schweizerische Nationalpark ist somit ein erfolgreiches Modell für eine Natur ohne Jagd, das beweist: Ohne Jagd finden Tiere und Natur in ein Gleichgewicht.
Im ältesten Nationalpark Mitteleuropas wird dieses bemerkenswerte Naturexperiment seit hundert Jahren wissenschaftlich begleitet und dokumentiert. Im Schweizerischen Nationalpark können die Besucher Steinböcke, Gämsen, Hirsche, Rehe, Murmeltiere, Bartgeier und Steinadler beobachten. Dabei mussten Steinböcke und Bartgeier hier erst wiederangesiedelt werden. Die Rothirsche kamen von selbst zurück. Sie tragen zur Vermehrung des Waldes bei, weil sie Baumsamen verbreiten.
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Keine Jagd auf meinem Grundstück!

Grundstückseigentümer müssen die Jagd auf ihren Grundstücken nicht mehr länger dulden: Am 06.12.2013 ist das »Gesetz zur Änderung jagdrechtlicher Vorschriften« in Kraft getreten. Grundstückseigentümer, welche die Jagd aus ethischen Gründen ablehnen, können jetzt bei der unteren Jagdbehörde einen Antrag stellen, dass Ihr Grundstück jagdrechtlich befriedet wird.
Immer mehr Grundstückseigentümer wollen nicht länger hinnehmen, dass bewaffnete Jäger ihr Grundstück betreten, dort Schießtürme errichten, Fallen aufstellen, Futterstellen anlegen, Gesellschaftsjagden abhalten sowie Wildtiere und Haustiere (Katzen und Hunde) töten. Denn jeder Eigentümer einer Wiese, eines Feld oder Waldgrundstücks, das außerhalb der Ortschaft liegt und nicht befriedet ist, ist zwangsweise Mitglied in einer so genannten Jagdgenossenschaft.

Europäischer Gerichtshof: Zwangsbejagung verstößt gegen Menschenrechte
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hatte am 26.06.2012 entschieden, dass die Zwangsmitgliedschaft in einer Jagdgenossenschaft gegen die Menschenrechte verstößt, sofern der Grundeigentümer die Jagd aus ethischen Gründen ablehnt.
Es ist nicht mit dem in der Menschenrechtskonvention garantierten Schutz des Eigentums zu vereinbaren, wenn Grundstückseigentümer zwangsweise Mitglied in einer Jagdgenossenschaft sind und damit die Jagd auf ihrem Grund und Boden gegen ihren Willen dulden müssen.
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Lesen Sie dazu auch: Presseecho

Schikanöse Behandlung von Grundeigentümern

Austritt aus der Jagdgenossenschaft soll in Niedersachsen und Schleswig-Holstein mit unverhältnismäßigen Kosten verbunden werden:
Geldentschädigungen, Wildschadensersatz und aufwändiges Antragsverfahren

Zahlreiche Grundstückseigentümer haben inzwischen einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen gestellt. Doch um ein vom Europäischen Gerichtshof bestätigtes Menschenrecht in Deutschland wahrnehmen zu können, soll sich der Grundstückseigentümer nicht nur einer Gewissensprüfung durch die Jagdbehörde, also zumeist durch die Jäger selbst, unterziehen. Der Grundstückseigentümer soll für die Befriedung seines Grundstückes auch noch eine Menge Geld hinblättern. Das neue Gesetz sieht nämlich unter anderem eine Entschädigungszahlung an die Jagdgenossenschaft sowie eine finanzielle Haftung für Wildschäden, die auf anderen Flächen eintreten, vor. Dabei weisen immer mehr renommierte Zoologen darauf hin, dass das Wild sich vor allen in den Ruhezonen verköstigen wird. Jagdfreie Zonen sind daher aus wissenschaftlicher Sicht geeignet, Wildschäden auf bejagten Flächen zu verringern.

Lesen Sie dazu unsere Pressemitteilung: Schikanöse Behandlung von Grundeigentümern

Lesen Sie dazu auch: Offener Brief an die Landesregierungen und Ministerien (16.12.2013)

Solidaritätserklärung ausfüllen

Hund als Fallenopfer

Am Mittwochabend, den 12.2.2014, ist unser elfjähriger Hovawardrüde ausgebüxt (läufige Hündinnen). Am Sonntagnachmittag (nach vier Tagen und vier Nächten) wurde der Rüde völlig apathisch und dehydriert an der Kreisstraße in der Nähe unseres Hofes auf dem Grünstreifen aufgefunden. Der Rüde war vollkommen bewegungsunfähig. Wie er dort hingekommen ist, bleibt völlig unklar. Er hat sich eine lebensgefährliche Knochen- und Gelenkverletzung am linken Vorderlauf zugezogen. weiterlesen

20.2.14: Tierschützer jagen Jäger von ihrem Land

„Tierschutz: Stormarner jagen Jäger von ihrem Land“, titelt das Hamburger Abendblatt am 20.2.2014 und berichtet von zwei Grundstückseigentümern aus dem Landkreis Stormarn in Schleswig-Holstein, welche die Jagd auf ihren Flächen nicht länger dulden wollen.
Einer der beiden Grundstücksbesitzer hat rund 19 Hektar Land mit Wiesen und Wald an der Trave: „All die Jahre musste er dulden, dass Jäger sein Grundstück durchkämmen und Rehe, Wildschweine oder Füchse schießen. Damit soll nun Schluss sein“, so das Abendblatt.
Die Novellierung des Bundesjagdgesetzes, die im Dezember in Kraft trat, mache es ihm nun möglich, das Jagen auf seinem Gebiet zu verbieten. "Ich habe vor Kurzem einen Dachs gesehen und mich daran erfreut", zitiert das Hamburger Abendblatt den Naturliebhaber, der rund 15 Jahre in der Naturschutzbehörde in Stormarn gearbeitet hat. "Die Tiere sollen auf meinem Grundstück ihre Ruhe finden".
Ein weiterer Grundstückseigentümer aus dem Kreis Stormarn habe für seine etwa 2,5 Hektar ein Jagdverbot beantragt.
Ingesamt seien in Schleswig-Holstein bereits 20 Anträge auf ein Jagdverbot gestellt worden.

18.2.14: "Keine Jagd auf meinem Grundstück!"

"Vegetarierin will Jagd auf ihrem Grundstück verbieten", titelt die Schwäbische Zeitung am 18.02.2014. „Ich lehne es grundsätzlich ab, Tiere zu töten“, zitiert die Zeitung die Naturschützerin, Vegetarierin und Grundstückbesitzerin und schriebt: "Besonders Drückjagden, wie unlängst bei Meßkirch – in drei Stunden schossen Jäger 81 Wildschweine – sind Elisabeth Vogel ein Dorn im Auge."
Die Jäger fürchten, dass weitere Tierfreunde einen Antrag auf jagdrechtlichte Befriedung stellen: "Was wir fürchten sind Nachahmer“, zitiert die Schwäbische Zeitung einen örtlichen Jäger. Gefürchtet werde vor allem eine „Zerstückelung“ des Jagdbezirks.



11.2.14: Immer mehr Anträge in Niedersachsen

In Niedersachsen beantragen immer mehr Grundstückseigentümer ein Jagdverbot auf ihren Flächen. Doch obwohl sie laut Urteil des Europäischen Gerichtshofs damit ein Menschenrecht wahrnehmen, legen Behörden und Politik Steine in den Weg. „Jagdverbot kann teuer werden“, titelt der Weser Kurier am 11.2.2014. „Inzwischen haben mehr als 30 niedersächsische Grundeigentümer einen Antrag auf ‚Befriedung’ gestellt“, heißt es hier. Und die Behörden rechnen mit weiteren Anträgen.
Allerdings sollen allein die Kosten so manchen Grundeigentümer abschrecken: „Gemäß der niedersächsischen Gebührenordnung können die zuständigen Behörden zwischen 1000 und 2000 Euro für die Bearbeitung der Anträge berechnen“, schreibt der Weser Kurier. „Das hat bereits zu geharnischten Protesten geführt, schließlich ist ein Antrag auf Jagdverbot zehn bis 20 Mal teurer als alle anderen Behördenleistungen in Sachen Jagdrecht.“

Niedersachsen: "Keine Jagd auf meinem Grundstück"

"Landeigentümer wollen ihr Recht durchsetzen: Ich will keine Jagd auf meinem Grundstück" titelt die Ostfriesen Zeitung am 3.2.2014. In dem lesenswerten Artikel wird über eine Grundstückseigentümerin berichtet, welche nicht länger dulden will, dass Jäger auf ihrem Grund und Boden Tiere tot schießen oder Fallen aufstellen. Doch trotz eindeutigem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschrechte stellt Niedersachsen den Grundstückseigentümern, die einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung stellen, hohe Hürden.

„Niedersachsen hat die meisten Schikanen“, sagt Rechtsanwalt Dominik Storr, der bundesweit über 50 Grundstückseigentümer vertritt, im Interview mit der Ostfriesen Zeitung. "Dies soll die Grundeigentümer davon abhalten, ein vom Europäischen Gerichtshof zugesprochenes Menschenrecht wahrzunehmen."

Lesen Sie den Artikel in der Ostfriesen Zeitung am 3.2.2014 (pdf-download) [164 KB]

Lesen Sie das Interview mit Rechtsanwalt Dominik Storr in der Ostfriesen Zeitung

1.2.14: Grundbesitzer in Niedersachsen wehren sich

"Grundbesitzer in Niedersachsen wehren sich - 32 Anträge auf Jagdverbot", titelt der Weser Kurier am 1.2.2014 und schreibt: "Es kommt nicht jeden Tag vor, dass Deutschland wegen eines Verstoßes gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verurteilt wird. Der 26. Juni 2012 aber war so ein Tag." Denn an diesem Tag verkündete der Europäische Gerichtshof sein Urteil: Ein Grundeigentümer, der die Jagd aus ethischen Gründen das Jagen ablehnt, darf nicht gezwungen sein zu dulden, das Jäger auf seinem Grundstück Tiere töten. In Niedersachsen haben inzwischen 32 Eigentümer einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung gestellt, wie das Landwirtschaftsministerium in Hannover auf Nachfrage des Weser Kuriers mitteilte. Im benachbarten Schleswig-Holstein haben inzwischen 20 Grundbesitzer einen solchen Antrag gestellt.
Doch Niedersachsen macht es den Grundstückseigentümern bei der Wahrnehmung ihres Menschenrechts so schwer wie kein anderes Bundesland: Laut niedersächsischer Gebührenordnung können die unteren Jagdbehörden 1000 bis 2000 Euro Bearbeitungsgebühr berechnen. "Damit ist ein Antrag auf Jagdverbot übrigens rund zehn bis zwanzig Mal teurer als alle anderen Behördenleistungen im Jagdrecht", so der Weser Kurier. Eine „Erlaubnis für eine beschränkte Jagdausübung in einem Naturschutzgebiet“ könne ein Jäger für 25 bis 52 Euro bekommen.


31.1.14: 20 Grundbesitzer verbieten Jagd

„Etwa 20 Grundbesitzer wollen Jäger von ihren Ländereien verbannen und haben Verbote beantragt“, melden die Kieler Nachrichten am 31.1.2014. Der NABU kritisiert, dass die Hürden für das Jagdverbot zu hoch sind. „Wir haben das Gefühl, dass es darum geht, bewusst Steine in den Weg zu legen“, zitiert die Zeitung NABU-Vorstand Fritz Heydemann. So sei ein Fall aus Nordfriesland bekannt geworden, in dem die Kreisverwaltung einer Antragstellerin mitgeteilt habe, dass ihr Grundstück frühestens nach Ablauf des gültigen Jagdpachtvertrages im Jahr 2028 befriedet werden könne. Und die Kosten für das Antragsverfahren könnten laut dem Entwurf der künftigen Landesverordnung zwischen 400 und 2000 Euro betragen.
Der schleswig-holsteinische Umweltminister Robert Habeck (GRÜNE) sagt gegenüber den Kieler Nachrichten: „Ich begrüße es, dass Grundeigentümer, die aus ethischen Gründen die Jagd prinzipiell ablehnen, nun die Möglichkeit bekommen, ihre Flächen zu befriedeten Bezirken erklären zu lassen. Niemand, der aus ethischen Gründen die Jagd grundsätzlich ablehnt, sollte dazu gezwungen werden, einer Jagdgenossenschaft anzugehören.“ Und er verspricht, an einer Lösung der Gebührenfrage zu arbeiten: „Der Gedanke, dass eine Gewissensentscheidung etwas kosten könnte, ist für mich befremdlich."

WELT: "Keine Jagd auf meinem Grund und Boden"

„Keine Jagd auf meinem Grund und Boden" titelt DIE WELT am 27.01.14. Demnach wollen in Schleswig-Holstein 20 Grundbesitzer Jagdverbote für ihr Land erwirken.
"Vor dem Frühjahr wird voraussichtlich keine Entscheidung fallen", zitiert DIE WELT Referatsleiter Johann Böhling aus dem Umweltweltministerium. Von den 20 Anträgen stammten allein acht aus dem Kreis Ostholstein, weitere aus den Kreisen Plön, Segeberg und Rendsburg-Eckernförde sowie jeweils zwei aus Stormarn und Herzogtum Lauenburg.

taz: "Wer Frieden will, muss zahlen"

Unter der Überschrift „Waidmanns-Stop - Wer Frieden will, muss zahlen“ berichtet die taz am 13.1.2014 über das Thema Zwangsbejagung ade: Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012, dass die Zwangsmitgliedschaft in Jagdgenossenschaften gegen die Menschenrechte verstößt, ist im Dezember 2013 nun eine Änderung des Bundesjagdgesetzes in Kraft getreten: Grundeigentümer können die Jagd auf ihren Flächen aus ethischen Gründen verbieten.

„Wer dieses Recht wahrnehmen will, muss jedoch in Niedersachsen einen Berg Papierkram bewältigen und bis zu 2.000 Euro an Gebühren bezahlen“, schreibt die taz und zitiert Rechtsanwalt Dominik Storr von der Bürgerinitiative „Zwangsbejagung ade“, der zahlreiche Grundstückseigentümer vertritt: „Niedersachsen ist federführend, was die Schikanen angeht.“ Es gehe laut Rechtsanwalt Storr darum, dass eine akute Menschenrechtsverletzung abgestellt wird.

Jan Gerdes von der Tierschutzstiftung Hof Butenland in Niedersachsen hat die jagdrechtliche Befriedung seiner Flächen beantragt. Als ehemaliger Jäger weiß Jan Gerdes, wovon er spricht. Er habe viele Tiere gesehen, die nur angeschossen wurden und sich zu Tode quälten, zitiert ihn die taz: „Man fängt an, Mitleid zu bekommen.“
Lesen Sie den taz-Artikel

19.12.13: Obstbauer fühlt sich durch Jäger bedroht

„Obstbauer fühlt sich durch Jäger bedroht“, titelt die Rheinische Post am 19.12.2013 und schreibt: „Gregor von Danwitz hat Angst um seine Familie. Regelmäßig fliegen ihm auf seiner Plantage in Rasseln die Kugeln um die Ohren.“ Die Jäger würden der Obstanlage aus unterschiedlichen Richtungen schießen, wenn er mit seinem Hund auf dem Gelände unterwegs sei – und zwar ohne ihn als Eigentümer vorher zu informieren. Nicht nur er sei gefährdet, sondern auch seine Frau und der dreijährige Sohn sowie die Erntehelfer und Kunden.
Beschwerden des Obstbauers bei den Behörden hatten bisher keinen Erfolg.
Der Sprecher der Stadt verweist gegenüber der Rheinischen Post auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, der zu dem Ergebnis kam, dass es gegen die Menschenrechte verstößt, wenn Grundstückseigentümer die Jagd auf ihren Flächen gegen ihren Willen dulden müssen. "Herr von Danwitz hat die Möglichkeit, seine Grundstücke aus der Jagd herausnehmen zu lassen", zitiert die Zeitung den Stadtsprecher.

BUND will Jagdzwang beenden

Umweltverband beantragt jagdliche Befriedung seiner Grundstücke

Der NRW-Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat für die in seinem Eigentum befindlichen Grundstücke eine jagdliche Befriedung bei den jeweils zuständigen unteren Jagdbehörden beantragt. Die Naturschützer wollen sich damit von dem bisher nach Bundesjagdgesetz geltenden Jagdzwang befreien und die Jagd auf ihren rund 30 über das ganze Bundesland verteilten Flächen beenden.

„Jagd ist ein zweifelhaftes Freizeitvergnügen, dessen Ausübung wir aus Gewissensgründen auf unseren Flächen nicht verantworten können“, sagte der BUND-Landesvorsitzende Holger Sticht. Jagd stünde dem Tier- und Naturschutz und damit den Idealen der Vertreter seines Verbandes entgegen.
Hintergrund ist das derzeit geltende Bundesjagdgesetz, das Vereine dazu zwingt, Jagd auf ihren Grundstücken zu dulden. Damit wurde nach Ansicht des BUND das für das deutsche Recht verbindliche Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) aus dem Juni 2012 nur unzureichend umgesetzt. Der EGMR hatte festgestellt, dass ein Eigentümer nicht zur Jagd gezwungen werden darf, wenn er die Jagd aus ethischen Gründen ablehnt. Anders als das Bundesjagdgesetz schloss das Urteil Vereine nicht aus.
„Auch aus naturschutzfachlicher Sicht ist es höchst problematisch, dass überall, selbst im Nationalpark und in fast allen Naturschutzgebieten, gejagt wird“, so Sticht. Durch Jagd komme es zur Beeinträchtigung von gefährdeten Lebensräumen sowie zur Störung und Tötung geschützter Arten.

Quelle: Pressemeldung des BUND NRW vom 16.12.2013

Süddeutsche Zeitung, 16.12.13: Gewissensfrage

Die Süddeutsche Zeitung berichtet am 16.12.2013 über das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR): Die Zwangsbejagung verstoße gegen das Recht von Besitzern privaten Waldes und landwirtschaftlicher Flächen, selbst zu entscheiden, ob auf ihrem Grund gejagt werden darf und dabei Tiere getötet werden.

In dem Artikel greift die Süddeutsche unsere Kritik an der Umsetzung des EGMR-Urteils auf:
„Die Bürgerinitiative Zwangsbejagung ade kritisiert, dass den Grundstückseigentümern für diesen Schritt große Hürden auferlegt würden. Denn bei einem Austritt müssten sich die Eigentümer einer Gewissensprüfung durch die örtliche Jagdbehörde unterziehen, teilt die Initiative mit. Hinzu komme, dass die beantragte Befriedung des Grundstückes erst dann in Kraft trete, wenn der jeweilige Jagdpachtvertrag ausläuft. Das könne unter Umständen viele Jahre dauern, moniert die Bürgerinitiative in einer Pressemitteilung und empfiehlt den Grundstückseigentümern, in ihrem Antrag anzumerken, dass es aus Gewissensgründen unzumutbar wäre, den Ablauf des Jagdpachtvertrages abzuwarten.“

Erneute Entscheidung des Europ. Gerichtshofs

11.12.13: Erneute Entscheidung des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gegen Zwangsbejagung in Deutschland

Die Zwangsbejagung von Grundstücken einer vegan lebenden Familie verstößt gegen die Europäische Konvention für Menschenrechte (EKMR). Dies entschied der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg am 15.11.2013 in der Sache Scholvien et al gegen die Bundesrepublik Deutschland. Familie Scholvien protestiert bereits seit Jahren gegen die Zwangsbejagung, insbesondere die Errichtung eines Hochsitzes auf ihrem Grundstück.
Unter Berufung auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte von 1999 im Falle französischer Kläger, die gegen die Zwangsbejagung ihrer Grundstücke geklagt hatten, riefen die Scholviens die deutschen Gerichte an: Die vegan lebenden Tierfreunde konnten es sich nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren, dass Jäger auf ihrem Grundstück Tiere tot schossen. Nachdem alle deutschen Gerichte bis zum Bundesverfassunggericht die Klage zurückgewiesen hatten, reichte Familie Scholvien bereits im Jahr 2008 Beschwerde beim EGMR ein. Am 15.11.2013 stellte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte eine Verletzung der Menschenrechte fest und verurteilte die Bundesrepublik Deutschland zur Zahlung einer Entschädigung.
Link zum Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte
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4.12.13: Heftiger Streit um Treibjagd

„Heftiger Streit um Treibjagd“, titelt der Nordkurier am 4.12.2013. Demnach wehrt sich ein Grundstückseigentümer dagegen, dass Jäger in seiner Schonung eine Treibjagd veranstalteten. Die Aufforstungsfläche war durch einen Wildzaun geschützt, der von den Jägern an mehreren Stellen zu Boden gedrückt wurde – an einer Stelle wurde sogar ein Loch in den Zaun geschnitten.
„Überdies hätten seine Schafe Panik erlitten. Gut 60 der 300er Herde weideten am Grundstück. Ebenso war das Pferd aufgeschreckt“, so die Zeitung. Der Grundstückseigentümer rief die Polizei und stellte Strafanzeige wegen Sachbeschädigung.
Der Vorsitzender des Kreisjagdverbandes verwies gegenüber dem Nordkurier auf die Gesetzeslage, wonach keiner irgendwo die Jagd verbieten könne. "Eine Einschränkung gebe es aber. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hatte geurteilt, wenn Leute aus ethischen Gründen auf ihren Flächen keine Jagd wünschen."

RTL-Reportage "Erschossene Haustiere"

Sehen Sie die RTL-Reportage „Erschossene Haustiere“ vom 28.10.13 in der Mediathek von RTL.

Inhalt:
Bewohner in einem kleinen Dorf in Schleswig Holstein trauern. Ein elf Monate alter Hund wird vom ortsansässigen Jäger erschossen. Es kommt zur Anzeige, weil die Hundebesitzerin nicht glauben will, dass ihr Hund gewildert hat. Polizei und Justiz ermitteln. Zeitungen berichten über den Fall. Der Jäger sieht sich einer Hetzjagd ausgesetzt, dabei habe er nach gültigem Jagdrecht gehandelt.
Ähnlich sehen es in Deutschland andere Jäger, die zum Schutz des Wildes auch Katzen töten, wenn sie zu weit vom letzten Haus im Dorf entfernt angetroffen werden. Katzen müssen laut Jagdrecht dabei nicht mal wildern.
Tierschutzorganisationen, die prinzipiell den Abschuss von Haustieren ablehnen, schreiben immer dann, wenn ein Tötungsfall öffentlich wird von den drei „S“ der Jäger: „Schießen, schaufeln, schweigen“.
Informationen der Produktionsfirma zur Sendung mit Trailer
Kompette Sendung in der RTL-Mediathek ansehen (kostet 99 Cent)

14.10. NDR: "Waidmannsheil - Jägern auf der Spur"

Das NDR-Fernsehen sendete am 14.10.2013 die Reportage „45 Minuten“ mit dem Titel „Waidmannsheil – Jägern auf der Spur“.
„Die Jagd ist für die einen eine wichtige Tradition, für die anderen grausam und überholt. Das deutsche Jagdrecht gewährt den 350.000 Jägern in Deutschland weitreichende Privilegien. Ist es noch zeitgemäß? Und wie sinnvoll sind einzelne Arten der Jagd? Brauchen wir sie überhaupt noch?“
(Senderinformation)
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Informationen des NDR zur Sendung
Video online ansehen (45 min)

Prof. Dr. Reichholf: Jägerlatein und Wildbiologie

Prof. Dr. Josef H. Reichholf zum Thema «Jägerlatein und Wildbiologie», Vortragsabend vom 15. 10. 2013 an der Uni Basel:
"Ein Jagdverbot in Basel: wissenschaftlich möglich und praktisch bewiesen.
Warum es funktionieren kann. Die Theorie verständlich erklärt."


Bereits 1974 ist im Kanton Genf in der Schweiz ein vollständiges Jagdverbot in Kraft getreten. Seither wurden deutliche Veränderungen im Verhalten der Wildtiere festgestellt, die für alle Beteiligten (Tier, Pflanze und Mensch) eine Besserung gebracht haben: Die Wildtierbestände regulieren sich selbstständig erfolgreich, die Tiere verlieren einen großen Teil der unnatürlichen Scheu, die durch die Jagd hervorgerufen wird, und die Menschen erhalten ein verlorengegangenes Verständnis für die Natur und ihre Zusammenhänge zurück.

Lesen Sie dazu: www.jagdreguliertnicht.ch

Jagd reguliert nicht


Gottlieb Dandliker, Faunainspektor im Kanton Genf (Jagdverbot seit 1974), 15. 10. 2013 an der Uni Basel:
"Ein Jagdverbot in Basel: wissenschaftlich möglich und praktisch bewiesen"

12.9.13: Am Ölberg ruht die Jagd

»Am Ölberg ruht die Jagd - Jagdgegner Günter Scheuring hat auf 2000 Quadratmetern bei Ostheim „befriedete Fläche“«, titelt die Main Post am 12.9.2013.

Günter Scheurich hat auf seinem Grundstück am Ostheimer Ölberg Schilder aufgestellt, welche die Grundstücksgrenze zeigen. „Jagdfreies Grundstück“ steht auf den Schildern. Denn: Seine rund 2000 Quadratmeter Streuobstwiese sind eine „befriedete Fläche“.
„Hier sollen auch die Tiere ihren Frieden haben. Auf ihr wird es erst einmal keine Jagd mehr geben. Die Untere Jagdbehörde am Landratsamt hat dem zugestimmt – nach Absprache mit dem Ostheimer Jagdpächter und der Jagdgenossenschaft“, schreibt die Main Post.


Der Tierschützer beruft sich auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012. Demzufolge legt die in Deutschland geltende Verpflichtung, die Jagd auf dem eigenen Grundstück dulden zu müssen, Grundstücksbesitzern, welche die Jagd ablehnen, eine unverhältnismäßige Belastung auf. Damit folgte der Gerichtshof seinen Schlussfolgerungen in zwei früheren Urteilen, die das Jagdrecht in Frankreich und Luxemburg betrafen.
Günter Scheurich hatte bereits vor einigen Monaten einen Antrag auf Ruhen der Jagd auf seinem Grundstück gestellt und einen Anwalt eingeschaltet.

SWR Fernsehen: Streit am Grundstückszaun

"Streit am Grundstückszaun - Jäger machen Front gegen Rentnerin"

Das
SWR Fernsehen Rheinland-Pfalz berichtete in der Landesschau vom 22.8.2013 über Frau Scheibe, welche die Jagd auf ihrem Grundstück nicht dulden will.

"Margot Scheibe aus Lauterecken lebt wie im Paradies. Ihr Grundstück liegt im Wald und ist mit 25 Hektar supergroß. Und die Tiere des Waldes gehen bei ihr ein und aus - eine Arche Noah mitten im Pfälzer Bergland.
Umgeben ist die Idylle von einem 50 Jahre alten und insgesamt 5 km langen Zaun, der kein Wildtier davon abhält, hinein- oder herauszuschlüpfen. Aber an genau diesem Zaun erhitzen sich derzeit die Gemüter, insbesondere die der Jäger. Die nämlich wollen bei ihren Treibjagden auch das Wild jagen, das sich hinter den Zaun flüchtet. Dagegen aber hat Margot Scheibe etwas..." (aus der Ankündigung des SWR)

Deutschlandradio: "Schussfreie Zone"

Das Deutschlandradio berichtete am 9.7.2013 zum Thema: "Schussfreie Zone" – Bericht über eine Winzerfamilie, die auf ihrem Grundstück keine Jäger haben will.

Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte von 2012 gab einem deutschen Waldbesitzer recht, der es aus ethischen Gründen nicht länger hinnehmen wollte, dass auf seinem Grund und Boden gejagt wird. "Genau auf dieses Urteil beruft sich auch Sarah Maria Gänz mit ihrer Familie. Familie Gänz betreibt ein Biohotel und ein Weingut bei Bad Kreuznach", heißt es in der Online-Ausgabe des Deutschlandradios.


Hören Sie den Beitrag hier
Lesen Sie den Kommentar der Winzerfamilie Gänz zu dem Radiobeitrag

Skandal:

Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz verkehrt Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ins Gegenteil!

Die Zwangsmitgliedschaft in der Jagdgenossenschaft verletzt die Menschenrechte. Dennoch hat das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz den Eilantrag des Bio-Winzers Gänz aus Hackenheim zurückgewiesen. In diesem Eilverfahren ging es darum, ob die Grundstücke des Bio-Winzers vorläufig jagdfrei gestellt werden.
In der Pressemitteilung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz vom 26.6.2013 – also genau ein Jahr nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte gegen die Zwangsbejagung – heißt es: „Die Jagd aus Gewissensgründen ablehnender Grundstückseigentümer muss Jagdausübung auf seinen Grundstücken vorläufig weiter dulden“.

Genau ein Jahr zuvor, nämlich am 26.6.2012 hatte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte sein Urteil verkündet, dass die Zwangsmitgliedschaft in Jagdgenossenschaften gegen die Menschenrechte verstößt: Es ist nicht mit dem in der Menschenrechtskonvention garantierten Schutz des Eigentums zu vereinbaren, wenn Grundstückseigentümer gegen ihren Willen zwangsweise Mitglied in Jagdgenossenschaften sind und damit die Jagd auf ihrem Eigentum dulden müssen.
Somit waren bestehende Regelungen des Bundesjagdgesetzes (BJagdG) ein Verstoß gegen die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK).

Unter massivem Einfluss der Jagdlobby kam daraufhin das "Gesetz zur Änderung jagdrechtlicher Vorschriften" zustande, welches das Urteil des Europäischen Gerichtshofs ganz massiv torpediert. Diese Gesetzesänderung wird in einem halben Jahr, am 6.12.2013 in Kraft treten.

Lesen Sie dazu: Skandal: Die Gesetzesänderung ist ein Kniefall vor der Jagdlobby
Mehr Informationen über den Kampf der Winzerfamilie Gänz für eine Natur ohne Jagd:
www.endlich-jagdfrei.de
Lesen Sie die
Pressemitteilung von Rechtsanwalt Dominik Storr, der die Winzerfamilie Gänz vertritt
Lesen Sie:
Die Jagd-Lobby und die deutschen Gerichte: Eine traditionelle Verbundenheit

Die Gesetzesänderung ist ein Kniefall

vor der Jagdlobby!

Am 6.6.2013 wurde das "Gesetz zur Änderung jagdrechtlicher Vorschriften" im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und wird sechs Monate später, am 6.12.2013 in Kraft treten.
Schon beim ersten Gesetzesentwurf aus dem Aigner-Ministerium war klar: Man gar nicht mal zwischen den Zeilen lesen, um festzustellen, dass die Gesetzesänderung die Handschrift der jagenden Lobby trägt - und das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ganz massiv torpediert.

Lesen Sie Skandal Nr. 1 bis 9

Lesen Sie das Gesetz zur Änderung jagdrechtlicher Vorschriften, im Bundesgesetzblatt veröfffentlicht am 6.6.2013 [48 KB]

Lesen Sie die Stellungnahme des Deutschen Tierschutzbunds zur Jagdgesetzänderung

Antwort aus dem Umweltministerium Rheinland-Pfalz

Mit einem Offenen Brief vom 5.3.2013 hatte sich die bundesweite Bürgerinitiative "Zwangsbejagung ade" an alle Bundesratsmitglieder gewendet, mit der Bitte, die Änderung des Bundesjagdgesetzes zur Pflichtmitgliedschaft in Jagdgenossenschaften nicht zu unterzeichnen.
Denn: "Im vorliegenden Entwurf zur Änderung des Bundesjagdgesetzes sind Hindernisse und Einschränkungen vorgesehen, die Grundstückseigentümern, welche die Jagd auf ihrem Grund und Boden aus ethischen Gründen ablehnen, erneut in ihren Menschen- und Grundrechten verletzen."

Am 22.3.2013 ließ der Bundesrat das umstrittene Gesetz zur Änderung jagdrechtlicher Vorschriften passieren.

Am 28.5.2013 erhielten wir eine
Antwort von Ministerin Ulrike Höfken, rheinland-pfälzisches Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten [500 KB] .
Demnach stehe die Verkündung des Gesetzes zur Änderung jagdrechtlicher Vorschriften im Bundesgesetzblatt unmittelbar bevor.
In dem Schreiben der Ministerin heißt es: "Mit dem Inkrafttreten (voraussichtlich in sechs Monaten) gilt die vom Bundesgesetzgeber verabschiedete Regelung im gesamten Bundesgebiet, somit dann auch unmittelbar in Rheinland-Pfalz. Allerdings liegen bereits Ankündigungen gerichtlicher Überprüfungen der bundesgesetzlichen Regelung vor."
Für die Bundesländer bestehe die Möglichkeit, von der Bundesregelung abzuweichen.
"In der Frage, ob das Land Rheinland-Pfalz von dieser Möglichkeit Gebrauch machen wird, erscheint es mir zunächst sinnvoll, die sich abzeichnenden rechtlichen Auseinandersetzungen in dieser Frage genau zu beobachten", so Ministerin Höfken weiter.

Das heißt im Klartext:
Grundstückseigentümer in Rheinland-Pfalz müssen weiter gegen ihren Willen die zwangsweise Bejagung ihrer Grundstücke hinnehmen - obwohl der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte am 26.6.2012 mit großer Richtermehrheit zu dem Urteil kam, dass es nicht mit dem in der Menschenrechtskonvention garantierten Schutz des Eigentums zu vereinbaren ist, wenn Grundstückseigentümer gegen ihren Willen zwangsweise Mitglied in Jagdgenossenschaften sind und damit die Jagd auf ihrem Eigentum dulden müssen.

So muss auch die Bio-Winzerfamilie Gänz aus Hackenheim (Rheinland-Pfalz) weiter warten, dass ihre Grundstücke jagdfrei gestellt werden. „Bis heute gibt es keinen Beweis, dass die Jagd notwendig ist. Dass dafür dann auf meinen Grundstücken unzählige Tiere einen unnötigen und meist qualvollen Tod sterben müssen, kann ich beim besten Willen nicht mit meinem Gewissen vereinbaren”, sagt der Grundstücksinhaber Albert Gänz.
Die Grundstückseigentümer müssen - trotz eindeutigem Urteil des höchsten Europäischen Gerichts - jetzt wieder den Weg durch die Instanzen nehmen...

Jägerpräsident: das gesamte Reviersystem in Gefahr

Der Bayerische Jägerpräsident Vocke sieht das gesamte deutsche Reviersystem in Gefahr, sollte sich aus einzelnen Klägern eine Bewegung der Jagdgegner entwickeln. Dies berichtet die Mittelbayerische Zeitung am 6.5.2013 und schreibt: „Im Bayerischen Jagdverband herrscht helle Aufregung. Seit einem Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichts vom Februar dieses Jahres können Grundstückseigentümer ‚aus ethischen Gründen’ ablehnen, dass auf ihrem Besitz gejagt wird.“

ARD: Jagd - Naturschutz oder blutiger Sport?

"Jagd - Naturschutz oder blutiger Sport?", so lautete die Frage in der ARD-Talkshow "Hart aber fair" vom 29.04.2013 mit dem Titel "Tier oder wir - Wie viel Natur erträgt der Mensch?".
In der Diskussion zwischen Tierschützern und Jägern wurde deutlich: Jagd ist ein Hobby, hat aber mit Ökologie nichts zu tun.
Sehen Sie: Jagd - Naturschutz oder blutiger Sport? (Hart aber fair, Sendung vom 29.04.2013)
Sehen Sie: Wildtiere erobern die Städte (Hart aber fair, Sendung vom 29.4.2013)
Die gesamte Diskussion sehen Sie hier

BILD titelte nach der Sendung: HART, ABER FAIR - Tierquäl-Vorwürfe gegen Textil-König
Denn der Jäger und Trigema-Chef Wolfgang Grupp musste sich und sein blutiges Hobby in der Sendung immer wieder verteidigen. BILD schreibt dazu:
“Grupp beharrt darauf, dass die Jagd der Ökologie diene. „Focus"-Journalist Miersch genervt: „Sagen Sie doch einfach, Sie produzieren Wildfleisch. Und dann ist es auch gut. Aber lassen Sie die Ökologie doch mal weg."
BILD zitiert auch die Journalistin und Tierschützerin Hilal Sezgin:
„Die Jagd läuft auf das Schießen hinaus. Es endet immer damit, dass das Tier erschossen wird. Wir wollen aber mit anderen Tierarten zusammen leben".

VG Koblenz weist Eilantrag von Bio-Winzer zurück

Zwangsmitgliedschaft in der Jagdgenossenschaft verletzt die Menschenrechte
Dennoch weist das Verwaltungsgericht Koblenz Eilantrag des Bio-Winzers Gänz zurück

In Bayern wird derzeit ein Grundstück nach dem anderen im Eilverfahren vorläufig jagdfrei gestellt, weil die Eigentümer das Töten von wild lebenden Tieren auf ihrem Grund und Boden nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren können und sich auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs berufen, der 2012 entschieden hat, dass die Zwangsbejagung gegen die Menschenrechte verstößt. Und in Baden-Württemberg gestatten Landratsämter Grundstückseigentümern vorläufig den Austritt aus der Jagdgenossenschaft.

Vor diesem Hintergrund kommt es völlig überraschend, dass das Verwaltungsgericht Koblenz (Rheinland-Pfalz) mit Beschluss vom 17.04.2013 einen Eilantrag des Inhabers des Weinguts und Biohotels Gänz aus Hackenheim (Rheinland-Pfalz) zurückgewiesen hat. In diesem Eilverfahren ging es darum, ob die Grundstücke des Bio-Winzers vorläufig jagdfrei gestellt werden. weiterlesen

Gerichte stellen immer mehr Grundstücke jagdfrei

Am 22.3.2013 ließ der Bundesrat das umstrittene Gesetz zur Änderung jagdrechtlicher Vorschriften passieren. Die bundesweite Bürgerinitiative Zwangsbejagung ade hatte sich in einem Offenen Brief an alle Mitglieder des Bundestags und des Bundesrats mit dem Appell gewandt, dem Gesetzentwurf nicht zuzustimmen. Währenddessen werden aufgrund von Gerichtsbeschlüssen immer mehr Grundstücke in Deutschland jagdfrei gestellt.

Das umstrittene Gesetz war unter massiver Einflussnahme der Jagdlobby im Landwirtschaftsministerium von Ilse Aigner erstellt worden. Trotz völlig eindeutiger Rechtssprechung des Europäischen Gerichtshofs wurde offen ausgesprochen, dass man den unfreiwilligen Jagdgenossen den Austritt aus der Jagdgenossenschaft so schwer wie möglich machen möchte. Bei der Öffentlichen Anhörung des Agrarausschusses am 20.02.2013 sprach eine Grundstückseigentümerin, die ein Bio-Weingut besitzt, den Parlamentarischen Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium, Peter Bleser, an: »Die Politik macht es den Grundstückseigentümern ganz schön schwer, ihr Grund- und Menschenrecht wahrzunehmen.« - Daraufhin antwortete Staatssekretär Bleser: »Ja, das ist auch genau unsere Absicht.«

Am 28.2.2013 wurde das Gesetz dann mitten in der Nacht von einem kleinen Häuflein Bundestagsabgeordneter beschlossen - ohne jegliche parlamentarische Diskussion.

Gerichtsbeschlüsse: Die ersten jagdfreien Grundstücke

Doch während die Politik dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs gegen die Zwangsbejagung nicht gerecht wurde, stellen gleichzeitig Gerichte immer mehr Grundstücke jagdfrei:

Die Verwaltungsgerichte Würzburg und Regensburg schlossen sich damit der Rechtsprechung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (BayVGH) an, der am 30.1.2013 in zwei Eilverfahren entschieden hatte, dass auf den Grundstücken von zwei Tierschützern in Unterfranken vorläufig nicht mehr gejagt werden darf.
(BayVGH, Beschlüsse v. 30.01.2013 - 19 AE 12.2122 u. 19 AE 12.2123)

Das Bayerische Verwaltungsgericht Würzburg hat am 5.3.2013 in einem Eilverfahren ein Grundstück vorläufig jagdfrei gestellt.
(VG Würzburg, Beschluss v. 05.03.2013 - W 5 E 13.138)

Das Bayerische Verwaltungsgericht Regensburg hat mit Beschluss vom 19.02.2013 in einem Eilverfahren entschieden, dass auf dem Grundstück einer ethischen Jagdgegnerin aus Landshut vorläufig nicht mehr gejagt werden darf.
(VG Regensburg, Beschluss v. 19.02.2013 - RN 4 E 13.183)

Ganze 47 Grundstücke eines Landwirts hat das VG Regensburg am 18.4.2013 vorläufig jagdfrei gestellt.
(VG Regensburg, Beschluss v. 18.4.2013, Az.: RN 4 E 13.310)

Vier weitere Waldgrundstücke im Landkreis Kelheim sind laut Beschluss des VG Regensburg vom 18.04.2013 ab 01.05.2013 ebenfalls vorläufig jagdfrei gestellt.
(VG Regensburg, Beschluss v. 18.04.2013, Az.: RN 4 E 13.582)

Grundstückseigentümer aus ganz Deutschland haben inzwischen Eilanträge auf jagdrechtliche Befriedung ihrer Grundstücke gestellt - und fast täglich kommen neue hinzu.

Jagdbehörden stellen erste Grundstücke jagdfrei

In Baden-Württemberg hat das Landratsamt Konstanz als erste Behörde in Deutschland einem Landwirt vorläufig den Austritt aus der Jagdgenossenschaft gestattet, um einer Verurteilung durch das Verwaltungsgericht Freiburg im Eilverfahren zu entgehen. Das Landratsamt Calw, ebenfalls Baden-Württemberg, hat sich dieser Vorgehensweise angeschlossen. Andere Behörden haben bereits signalisiert, gleichartig zu entscheiden.

Damit entlassen die ersten Behörden in Deutschland Grundstückseigentümer, welche die Jagd auf ihren Flächen ablehnen, vorläufig aus der Zwangsmitgliedschaft in den Jagdgenossenschaften. Endgültige Regelungen werden erst nach Inkrafttreten der Änderungen des Bundesjagdgesetzes vorgenommen.

»Es freut meine Mandanten und mich, dass der durch die gerichtlichen Eilanträge aufgebaute Druck auf die Behörden Erfolge bringt«, so Rechtsanwalt Dominik Storr, der zahlreiche Grundstückseigentümer vertritt. »Es ist auch sehr begrüßenswert, dass Behörden dem Begehren von Jagdgegner nachkommen, so dass in diesen Fällen entsprechende gerichtliche Eilanträge nicht mehr notwendig sind.«

Grundbesitzer hält neues Jagdgesetz für skandalös

"Grundbesitzer hält neues Jagdgesetz für skandalös", titelt die Ibbenbürener Volkszeitung am 05.04.2013 und berichtet von Horst Löbbert aus Mettingen, der nicht länger dulden will, dass Jäger auf seinem Grund und Boden Tiere ins Visier nehmen.
Das neue Gesetz, das kürzlich den Bundesrat passiert hat, hält Löbbert für einen Skandal, berichtet die Ibbenbürener Volkszeitung und zitiert den Grundstücksbesitzer wie folgt: Die »Eigentümern, die auf das Recht pochen, werden durch das Gesetz hohe Hürden vorgesetzt«, sagt er. Dadurch sei es fast nicht möglich, eine Befriedung seines Grundstücks zu erreichen. Befriedung heißt, dass Jäger seine Fläche meiden müssen. Der Grundstückseigentümer müsse seine »ethischen Motive« glaubhaft machen, erläutert Löbbert.


Machen Sie mit bei der online-Abstimmung der Ibbenbürener Volkszeitung (rechte Seite etwas runterscrollen)


17.3.13: Biowinzer wollen Jäger aussperren

"Biowinzer wollen Jäger aussperren - Grundstückseigentümer möchten nicht auf umstrittene Änderung des Bundesgesetzes warten: Eilantrag beim Verwaltungsgericht", titelt die Rheinpfalz am 17.3.2013 und schreibt: "Auf den 60 Grundstücken des Bio-Weingutes Gänz soll nicht mehr gejagt werden dürfen. Und zwar möglichst bald. Das will die Winzerfamilie aus dem Kreis Bad Kreuznach mit einem Eilantrag beim Verwaltungsgericht Koblenz erreichen. Sie beruft sich auf eine im Juni verkündete Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte."
Dem Artikel zufolge äußere sich auch das rheinland-pfälzische Umweltministerium kritisch: Rheinland-Pfalz setze sich dafür ein, dass Tierschutzbelange stärker im Jagdrecht berücksichtigt werden. Rheinland-Pfalz werde sich in der
Bundesratssitzung am 22. März ”nochmals für den Verzicht auf unnötigen Verwaltungsaufwand sowie für den fairen Umgang mit den Grundeigentümern, die die Jagd aus ethischen Gründen ablehnen, einsetzen”, zitiert die Rheinpfalz das Umweltministerium.

Richter "befrieden" Grundstücke

"Richter „befrieden“ Grundstücke: Jagdgegner bekommt recht", titelt die Main Post am 12.3.2013 und schreibt: "Zwei weitere bisher dem Jagdrecht unterliegende Flächen in der Region sind „befriedet“. Das Verwaltungsgericht Würzburg (VG) hat nach einer Klage von Stefan Körber (39) entschieden, dass auf Grundstücken in Dettelbach und Mainsondheim ab April bis auf weiteres nicht auf Wildtiere geschossen werden darf."

Lesen Sie: Gerichtsbeschlüsse - Immer mehr jagdfreie Grundstücke

MDR: Jagdverbot aus Gewissensgründen

Der MDR THÜRINGEN berichtete am 11.3.2013 über Wald- und Flurbesitzer, die ein Jagdverbot auf ihren Grundstücken beantragt haben. Die Grundstückseigentümer berufen sich auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte vom Juni 2012.
Informationen zur Sendung
Sendung ansehen
Sendung bei youtube

Gerichtsbeschlüsse:

Immer mehr jagdfreie Grundstücke

Aufgrund von Gerichtsbeschlüssen wurden bereits die Grundstücke von vier Grundstückseigentümern in Deutschland jagdfrei gestellt:

Das Bayerische Verwaltungsgerichts Würzburg hat am 5.03.2013 in einem Eilverfahren zwei Grundstücke in einer Gesamtgröße von ca. 2,5 Hektar vorläufig jagdfrei gestellt. (VG Würzburg, Beschluss v. 05.03.2013 - W 5 E 13.138)

Das Bayerische Verwaltungsgericht Regensburg hat mit Beschluss vom 19.02.2013 in einem Eilverfahren entschieden, dass auf dem Grundstück einer ethischen Jagdgegnerin aus Landshut vorläufig nicht mehr gejagt werden darf. (VG Regensburg, Beschluss v. 19.02.2013 - RN 4 E 13.183)

Die Verwaltungsgerichte Würzburg und Regensburg schlossen sich der Rechtsprechung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (BayVGH) an:
Der BayVGH hatte am 30.1.2013 in zwei Eilverfahren entschieden, dass auf den Grundstücken von zwei Tierschützern in Unterfranken vorläufig nicht mehr gejagt werden darf. (BayVGH, Beschlüsse v. 30.01.2013 - 19 AE 12.2122 u. 19 AE 12.2123)
Mit diesen beiden Beschlüssen hatte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof Rechtsgeschichte geschrieben: Zum ersten Mal seit Bestehen des Bundesjagdgesetzes gelang es ethischen Jagdgegnern, ihr der generellen Jagdpflicht unterliegendes Grundstück gegen den Willen der Behörden jagdfrei zu stellen.

Grundstückseigentümer aus ganz Deutschland haben inzwischen Eilanträge auf jagdrechtliche Befriedung ihrer Grundstücke gestellt - und fast täglich kommen neue hinzu.

BayVGH stellt Mithaftung für Wildschäden Absage

Der Bay. Verwaltungsgerichtshof erteilt der Mithaftung der ethischen Jagdgegner für Wildschäden im angrenzenden Jagdrevier eine klare Absage:

Während der Gesetzesentwurf der Bundesregierung vorsieht, dass die ethischen Jagdgegner für Wildschäden bei den Nachbarn, die der Jagdgenossenschaft angehören, mithaften, kommt der Bayerische Verwaltungsgerichtshof zu einem ganz anderen Ergebnis: Es bestehe kein Anlass, in die hiesige vorläufige Regelung Bedingungen aufzunehmen, unter denen der Antragsteller zu einer Entrichtung von Wildschadenersatz an die Jagdgenossenschaft oder an ihre Mitglieder verpflichtet ist. Es obliege dem Revierinhaber, die Auswirkungen zu bewältigen, die durch eine andere Wilddichte im Nachbarrevier ausgelöst werden.

Eilanträge aus ganz Deutschland

Grundstückseigentümer aus ganz Deutschland haben bereits Eilanträge auf jagdrechtliche Befriedung ihrer Grundstücke gestellt und fast täglich kommen neue hinzu. Die Lawine rollt!

Wir empfehlen Grundstückseigentümern, welche die Jagd auf ihrem Eigentum nicht länger dulden wollen, ebenfalls entsprechende Eilverfahren unter Berufung auf die Beschlüsse des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs vom 30.01.2013 einzuleiten.
Um Ihrem Antrag mehr Nachdruck zu verleihen, gibt es das Angebot der Bürgerbewegung Zwangsbejagung ade, Herrn Rechtsanwalt Dominik Storr mit der Durchsetzung Ihrer Rechte zu beauftragen, was auch ratsam ist, damit Ihr Begehren ernst genommen wird.
Kontakt per e-mail:
storr@buergeranwalt.com
Internetauftritt: www.buergeranwalt.com

Lesen Sie zu diesem Thema auch das Interview mit Rechtsanwalt Dominik Storr: „Die Jäger sind für die meisten Probleme selbst verantwortlich“


Eilantrag für 60 Grundstücke

Rechtsanwalt Dominik Storr hat uns am 26.2.2013 mitgeteilt, dass er den bisher umfangreichsten Eilantrag, der ca. 60 Grundstücke der Familie Gänz (Bio-Weingut und Bio-Hotel) aus Hackenheim betrifft, bei Gericht eingereicht hat.
Lesen Sie dazu auch:
endlich-jagdfrei.de

Ebenso stellt Herr Storr einen Eilantrag für einen Landwirt aus der Nähe von Regensburg, nachdem das Verwaltungsgericht Regensburg einem anderen Eilantrag innerhalb nur einer Woche stattgegeben hatte. Dieser Landwirt verfügt über rund 50 Grundstücke.

Es geht also mit großen Schritten voran.

Es wäre für die Tiere schön, wenn noch andere Winzer/Landwirte nachziehen würden.

TV touring: JAGDGEGNER BEKOMMT RECHT!

JAGDGEGNER BEKOMMT RECHT! - Sehen Sie die Sendung des Lokalsenders TV touring vom 15.2.2013.
"Nach 7-jährigem Rechtsstreit bekam Roland Dunkel vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof Recht. Er hatte gegen die Zwangsmitgliedschaft in einer Jagdgenossenschaft geklagt. Nach deutschem Recht ist jeder Besitzer von weniger als 75 Hektar Wald, Wiese oder Ackerland zur Mitgliedschaft in einer solchen Genossenschaft verpflichtet. Die Jagd auf dem eigenen Grundstück musste damit einhergehend geduldet werden. Jetzt entschied die Justiz, dass dieser Zustand eine unverhältnismäßige Belastung für den Grundstücksbesitzer darstellt, wenn dieser die Jagd aus ethischen Gründen ablehnt."

Bericht in ZDF "heute nacht"

Das ZDF berichtete am am Mi., 13.2.2013 in heute nacht über den Beschluss des bayerischen Verwaltungsgerichtshofs.
Für diesen Beitrag wurde Roland Dunkel interviewt, auf dessen Grundstück ab 1. April 2013 nicht mehr gejagt wird.
Sehen Sie die Sendung in der Mediathek (ab Minute 5:25).

Bericht im Bayerischen Fersehen, Magazin Quer

Das Bayerische Fernsehen berichtete am 14.2.2013 im Magazin Quer zum Thema "Waidmanns Leid - Tierschützer bremsen Jäger aus".
Zum ersten Mal seit Bestehen des Bundesjagdgesetzes ist es ethischen Jagdgegnern gelungen, ihre der generellen Jagdpflicht unterliegendes Grundstück gegen den Willen der Behörden jagdfrei zu stellen.
Roland Dunkel und Ursula Becker wurden für das magazin Quer auf ihren Grundstücken interviewt und gefilmt.

Leider übernimmt die Sendung ungeprüft das ewige Jägerlatein (Wildschäden, Wildseuchen, Tollwut, Verkehrsunfälle etc.).

Es gibt wissenschaftliche Studien, die belegen, dass die Tollwut in Deutschland seit Jahren nicht mehr vorkommt, dass von Füchsen im Wald keine Fuchsbandwurmgefahr für den Menschen ausgeht und dass „Tierseuchen“ wie die Schweinepest aus der industriellen Schweinemast entspringen und die Wildschweine nicht als Erstverursacher anzusehen sind. Dies bestätigte auch der Bayerische Verwaltungsgerichtshof. Aufgrund einer Stellungnahme der Bundesforschungsanstalt für Viruserkrankungen bei Tieren, wonach in Wildschweingebieten ohne KSP-Problematik kein erhöhtes Einschleppungsrisiko für Hausschweine bestehe, ist dieser zu dem Ergebnis gelangt, dass eine hohe Wildschweinpopulation nicht als Erstursache für den Ausbruch von Tierseuchen angesehen werden kann. Danach kann nach Auffassung des BayVGH nicht von einer automatischen seuchenrechtlichen Gefährdungslage aufgrund eines hohen Wildschweinbestandes ausgegangen werden (vgl. BayVGH, Beschluss v. 14.01.2005, W 6 S 04.1496).

Es gibt wissenschaftliche Langzeitstudien, die belegen, dass ein hoher Jagddruck die Vermehrung von Wildschweinen fördert und das „Wildschweinproblem“ damit immer weiter verschärft.

All dies sind Fakten, die in der Öffentlichkeit einfach nicht zu Kenntnis genommen werden.
Sehen Sie die Sendung in der Mediathek

Forderungen des BUND Naturschutz

Jagdfreie Gebiete für den Naturschutz!

„Die Bundesregierung ist bislang vor der Jagdlobby eingeknickt, wesentliche Änderungen des Jagdrechts wurden so verhindert“, kritisiert der BUND Naturschutz.
„Doch aller Widerstand konnte einen kleinen Lichtblick nicht verhindern, denn der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat 2012 entschieden: Eine flächendeckende Zwangsbejagung ohne besonderen Grund, wie bislang in Deutschland vorgeschrieben, verstößt gegen die Menschenrechte.“

Der BUND fordert:
- Gründe des Naturschutzes sind als ethische Gründe anzuerkennen.
- Auch Naturschutzverbände müssen ethische Gründe für Jagdstopp gelten machen können!

Lesen Sie die Stellungnahme des BUND Naturschutz zur Änderung des Bundesjagdgesetzes

Landwirte für jagdfreie Flächen

Der aktuelle Gesetzentwurf zur Änderung jagdrechtlicher Vorschriften wirft viele Fragen auf und erfüllt nicht die Vorgaben, die der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) dem Gesetzgeber auferlegt hat.

So sollen beispielsweise Eigentümer, welche die Jagd auf ihren Grundstücken ablehnen, für sogenannte Wildschäden auf den umliegenden Flächen mithaften.

Diese eklatante finanzielle Hürde für eben jene Grundstückseigentümer missachtet nicht nur das Recht, das ihnen der EGMR unentgeltlich zugesichert hat, sondern steht auch in völlig unbestreitbarem Widerspruch zu den Fakten: Denn die Eigentümer jagdfreier Flächen sind nicht verantwortlich für entstehende Wildschäden - und sollten somit auch nicht finanziell zur Verantwortung gezogen werden.

Lesen Sie hierzu mehr in der Stellungnahme einiger Landwirte aus dem gesamten Bundesgebiet [107 KB] , welche ihre Grundstücke aus der Bejagung herausnehmen möchten.

Erfolg vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof

„Keine Jagd auf meinem Grundstück!“

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) hat mit Beschluss vom 30.01.2013, der unanfechtbar ist, in einem Eilverfahren entschieden, dass auf dem Grundstück eines ethischen Jagdgegners ab dem 1. April 2013 vorläufig nicht mehr gejagt werden darf. Mit diesem Beschluss, den der Bayerische Verwaltungsgerichtshof ausführlich begründete, hat der erkennende Senat Rechtsgeschichte geschrieben. Zum ersten Mal seit Bestehen des Bundesjagdgesetzes gelingt es einem ethischen Jagdgegner, sein der generellen Jagdpflicht unterliegendes Grundstück gegen den Willen der Behörden jagdfrei zu stellen.

Die Vorschriften betreffend des Jagdausübungsrechts durch die Jagdgenossenschaft, welcher der Grundstückseigentümer zwangsweise angehört, sind ab dem 1. April 2013 vorläufig nicht anzuwenden (BayVGH, Beschluss vom 30.01.2013 - 19 AE 12.2123).
weiterlesen

Bayerischer Rundfunk, 6.2.2013


Presseecho

PROZESS - Jagdgegner gewinnt: Auf seiner Wiese darf nicht getötet werden
"Roland Dunkel ist der Erste in Bayern, der seine Wiese für befriedet erklären darf. Er will nicht, dass dort Tiere getötet werden. Eine Gesetzesnovelle ist schon auf dem Weg."
Augsburger Allgemeine online, 9.2.2013

Urteil: Jagd-Gegner darf Bambi schützen
"Roland Dunkel mag Rehe und konnte bislang trotzdem nichts dagegen tun, dass die Tiere auf seiner Wiese getötet werden. Nach jahrelangem Kampf hat er jetzt vor Gericht gewonnen. Die Jäger-Lobby ist geschockt, das Urteil könnte unabsehbare Folgen für sie haben."
Süddeutsche Zeitung online, 5.2.2013

Jagdgegner gewinnen vor Gericht
"Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat vergangene Woche entschieden, dass auf Dunkels Wiese vorläufig nicht mehr gejagt werden darf. Auch eine Grundstücksbesitzerin aus Würzburg muss die Jagd nicht mehr zulassen.
Beide Fälle hat Rechtsanwalt Dominik Storr aus Neustadt am Main vertreten. Von einem „riesigen Erfolg“ spricht er und findet, der Verwaltungsgerichtshof habe damit „Rechtsgeschichte“ geschrieben."
Donaukurier online, 5.2.2013

Jagdgegner bekommt recht: Das Töten von Tieren muss man auf seinem Grundstück nicht akzeptieren
"Der Gesetzesentwurf des Bundeskabinetts für ein neues Jagdrecht sieht vor, dass ethische Jagdgegner für Wildschäden mithaften. „Ein juristischer Skandal“, findet Storr. So sollten Jagdgegner eingeschüchtert werden, auf ihr Recht zu verzichten.
Zu einem ganz anderen Ergebnis sei der VGH gekommen. Das Gericht habe keinen Anlass gesehen, Dunkel zu einer Entrichtung von Wildschadenersatz an die Jagdgenossenschaft oder an ihre Mitglieder zu verpflichten. Damit habe das Gericht dem Gesetzgeber den Wink gegeben, „dass es juristisch nicht statthaft ist, den ethischen Jagdgegnern Geld abzuknöpfen, nur weil diese von einem Menschenrecht Gebrauch machen“."
Main Post online, 5.2.2013

Tierschützer muss Jagd auf Grundstück nicht dulden
"Richter geben Tierfreund Recht Ein Tierschützer muss die Jagd auf seinem Grundstück nicht hinnehmen, auch wenn dieses der generellen Jagdpflicht unterliegt. Dies hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) in einem Eilverfahren entschieden."
Main Echo online, 5.2.2013

Urteil: Tierschützer muss Jagd auf Grundstück nicht dulden
"Ein Tierschützer muss die Jagd auf seinem Grundstück nicht hinnehmen, auch wenn dieses der generellen Jagdpflicht unterliegt.
Dies hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) in einem Eilverfahren entschieden. Der 19. Senat trage damit der Auffassung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte Rechnung, teilte der Verwaltungsgerichtshof in München am Dienstag mit."
Augsburger Allgemeine online, 5.2.2013

Warum jagen Jäger?

Der Jäger und Rechtsanwalt Dr. Florian Asche gibt in seinem Buch Jagen, Sex und Tiere essen: Die Lust am Archaischen offen zu:


„Wir jagen nicht, um das ökologische Gleichgewicht herzustellen. Zumindest ist das nicht das auslösende Motiv unserer Anstrengungen. Es ist nur eine Rechtfertigung für unsere Triebe und Wünsche, die viel tiefer gehen, als die Erfordernisse der Wildschadensvermeidung und des ökologischen Gleichgewichts. Deren Anforderungen regeln höchstens, wie wir jagen, nicht aber ob wir es tun.“
Und: "Wir verwechseln zu gern die erfreulichen und wichtigen Begleiterscheinungen, die unser Tun rechtfertigen sollen, mit dessen wirklichen Gründen. Sex haben wir, weil er uns Lust und Genuss bereitet.
Auf die Jagd gehen wir, weil sie uns Genuss und Lust bereitet."

Lesen Sie dazu:
Lusthaftigkeit des Tötens

TV-Sendung: "Keine Jagd auf meinem Grundstück"

Das Bayerische Fernsehen berichtete am 16.11.2012 in der Sendung "Unser Land"zu dem Thema "Jagd auf fremdem Grund: Ist das in Zukunft noch erlaubt?"


Für diese Sendung wurden Roland Dunkel vom Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V. und sein Rechtsanwalt Dominik Storr interviewt. Roland Dunkel wehrt sich vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof gegen die zwangsweise Bejagung seines Grundstücks. Er beruft sich dabei auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012, der wie schon zuvor für Frankreich und Luxemburg feststellte, dass es gegen die Europäische Menschrechtskonvention verstößt, wenn ein Grundstücksbesitzer die Jagd auf seinem Land dulden müssen, obwohl er sie aus ethischen Gründen ablehnt.


Link zu Sicht der Kläger
Sendung online ansehen


Wir freuen uns, dass dieses Thema immer mehr in die öffentliche Berichterstattung rückt, und hoffen, dass die Grundstückseigentümer in Deutschland endlich zu ihrem Recht kommen.

Der renommierte Zoologe Prof. Dr. Josef Reichholf erklärt in der BR-Sendung "Unser Land" vom 16.11.2012, das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte sei längst überfällig: „Für das Wild ist das Urteil gut, weil es da und dort Ruhezonen schafft, die das Wild bei uns dringend braucht.“ Die Wildtiere würden ihre übermäßige Scheu verlieren, so dass Naturfreunde die Tiere wieder zu Gesicht bekämen.
Außerdem könnten Ruhezonen die gefürchteten Wildschäden vermindern: „Weniger Jagddruck, mehr Ruhezone, bedeutet für das Wild weniger Energieausgabe. Also muss es weniger Nahrung zu sich nehmen, weil es weniger herumwandern muss. Was es frisst, entnimmt es verstärkt der Ruhezone. Dadurch werden die angrenzenden Flächen eher entlastet als durch das Wild belastet.“

Lesen Sie dazu:
Fakten gegen die Jagd

WDR, 30.11.12: Grundstücksbesitzer contra Jäger

Der WDR (Sendung Lokalzeit) und die Münsterländische Volkszeitung berichten am 30.11.2012 von dem Grundstückseigentümer Andre Hölscher, der sich auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte beruft und die Jagd auf seinem 4,6 Hektar Grund und Boden nicht länger dulden will. Und so steht er – bekleidet mit einer Warnweste – auf seiner Wiese, weil der Jagdpächter eine Treibjagd auf Hasen und Kaninchen veranstaltet.

Die Münsterländische Volkszeitung schreibt: „Die Jäger betreten die Weide, Andre Hölscher zieht sich langsam zurück. In einer Hand hält er ein Schild hoch. „Keine Jagd auf meinem Grundstück!“ ist darauf zu lesen.“



Zwangsbejagung ade!

Wenn auch Sie Eigentümer eines bejagten Grundstücks sind und sich der Zwangsbejagung widersetzen oder wenn Sie die Bemühungen der Bürgerinitiative »Zwangsbejagung ade« finanziell unterstützen möchten, so nehmen Sie bitte Kontakt auf:

Initiative zur Abschaffung der Jagd
Kurt Eicher, Biologe, Studiendirektor
Derfflingerstr. 2
74080 Heilbronn
e-mail: info@zwangsbejagung-ade.de
www.zwangsbejagung-ade.de
www.abschaffung-der-jagd.ade


Spendenkonto:
Wildtierschutz Deutschland e.V.

GLS Bank
BLZ: 430 609 67
Konto-Nr.: 600 863 950 0
Verwendungszweck: Zwangsbejagung ade

Wildtierschutz Deutschland e.V.
Lovis Kauertz (Vorsitzender)
Am Goldberg 5, 55435 Gau-Algesheim
T. 0177 7230086
e-mail: wildtierschutz@gmail.com
www.wildtierschutz-deutschland.de

Bürgerinitiative Zwangsbejagung ade

Wir sind Grundstückseigentümer aus ganz Deutschland, die ihren Wald, ihre Wiesen und Felder nicht bejagen lassen wollen. Wir führen entsprechende Musterverfahren und unterstützen Grundstückseigentümer mit unserem Fachwissen:

Bürgerinitiative Zwangsbejagung ade
E-Mail: info@zwangsbejagung-ade.de
www.zwangsbejagung-ade.de

Unterstützt wird dieses Vorhaben von der Initiative zur Abschaffung der Jagd und Wildtierschutz Deutschland e.V.:


Wildtierschutz Deutschland e.V.
E-Mail: wildtierschutz@gmail.com
www.wildtierschutz-deutschland.de

Initiative zur Abschaffung der Jagd
E-Mail: info@abschaffung-der-jagd.de
www.abschaffung-der-jagd.de

Immer mehr jagdfreie Grundstücke

In Deutschland gibt es immer mehr jagdfreie Grundstücke: Seit 1. April 2014 sind in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Bayern etliche Hektar Wiesen, Wälder und Felder offiziell jagdfrei. In Bayern waren bereits Anfang 2013 die ersten Grundstücke durch einen Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs jagdfrei gestellt worden. In Baden-Württemberg wurden 2013 Grundstücke vorläufig jagdrechtlich befriedet. Mit Ablauf des aktuellen Jagdjahres werden weitere Grundstücke in Baden-Württemberg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein jagdfrei gestellt.
Ein großartiger Erfolg im Sinne der Rechte von Grundstückseigentümern und des Tierschutzes!


Immer mehr Grundstückseigentümer,

die ihren Wald, ihre Wiesen und Felder nicht bejagen lassen wollen, beantragen das Ruhen der Jagd. Möglich macht dies ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte.

Immer mehr Grundstückseigentümer wollen nicht länger hinnehmen, dass Jäger ihre Grundstücke betreten und dort Tiere tot schießen oder Fallen aufstellen. Sie berufen sich auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012: Dieser hatte entschieden, dass die Zwangsmitgliedschaft in einer Jagdgenossenschaft gegen die Menschenrechte verstößt, wenn der Grundeigentümer die Jagd aus ethischen Gründen ablehnt. Aufgrund dieses Urteils wurde die Bundesrepublik Deutschland verpflichtet, ihre Jagdgesetzgebung entsprechend zu ändern.

Bundesweit haben bereits einige Hundert Grundeigentümer einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen gestellt. »Da ist längst eine Lawine ins Rollen gekommen«, sagt Rechtsanwalt Dominik Storr, der über 60 ethische Jagdgegner aus ganz Deutschland vertritt.